Kooperation mit der Adelaide University startet mit einem Workshop zum Thema „nachhaltige und klimagerechte Stadt“ in Freiburg
Im Rahmen des Freiburg-Adelaide Partnership Fund 2026 kooperieren wir in diesem Jahr mit der Adelaide University zum Thema „Improving Governance for Just Urban Sustainability Transformations“. Wir möchten die Governance-Prozesse im Bereich Klimaschutz und -anpassung in den Städten Freiburg und Adelaide untersuchen und herausarbeiten, welche Voraussetzungen und Veränderungen erforderlich sind, um klimagerechte Transformationsprozesse voranzubringen. Zentrale Aktivitäten des Projekts sind je ein Workshop in Freiburg und Adelaide, um den Wissensaustausch und die Vernetzung zwischen beiden Städten und Universitäten anzuregen.


Am 21.07.2026 fand der Workshop „nachhaltige und klimagerechte Stadt“ in Freiburg statt, bei dem unser Projektpartner Dr. Thomas Wanner der Adelaide University zu Gast war. Neben ihm nahmen Vertreter*innen der Stadt Freiburg, dem Beratungsunternehmen KlimaPlus, der NGO ICLEI Europe – Local Governments for Sustainability sowie dem ICN – Innovationscampus Nachhaltigkeit teil.
Zu Beginn gaben Prof. Dr. Tanja Mölders und Wiebke Thomas einen Input zu urbaner Klimagerechtigkeit. Anschließend bekamen wir einen Einblick in die bestehenden Klimaanpassungsmaßnahmen der Stadt Freiburg durch Verena Hilgers (Klimaschutzmanagerin).
Es folgte eine intensive Phase der Kleingruppenarbeit. Zum einen bewerteten die Teilnehmer*innen in Kleingruppen die schon bestehenden Politiken und Instrumente für Klimaschutz und -anpassung in Freiburg hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit. Zum anderen erarbeiteten sie Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe für den Transformationsprozess hin zu einer klimagerechten Stadt.
Nach einer kurzen Pause stellte Dr. Thomas Wanner zentrale Nachhaltigkeits- und Klimapolitiken der Stadt Adelaide vor. Dies inspirierte eine spannende Diskussion über Herausforderungen wie wachsende Städte und extreme Hitzewellen, die beide Städte gleichermaßen betreffen. Auch ging es darum, wie unterschiedliche Akteure in die Gestaltung von Klimapolitiken integriert werden können. Am Beispiel Adelaide wurde dies u.a. mit Blick auf eine lokale Gruppe der Aborigines diskutiert. Insgesamt wurde deutlich, dass „just urban sustainability transformations“ ein konsequentes Um- und Neudenken in Bezug auf gesellschaftliche Teilhabe, Empowerment und Ökonomieverständnisse erfordern. Es gilt, den Blick auf Widersprüche und Zielkonflikte in stadtregionalen Entwicklungsprozessen zu richten und Visionen einer klimagerechten Stadt zu entwickeln.
Es war eine sehr produktive Atmosphäre mit viel Motivation und Engagement für das Thema, wodurch angeregte Gespräche entstanden sind.
Wir nehmen viele Denkanstöße für das Projekt mit und danken allen Teilnehmer*innen herzlich für ihre Zeit und Mitarbeit!