Neuveröffentlichung
Special Issue „Planning for sustainability transformations: Theoretical approaches, practical experiences and political consequences“ in Raumforschung und Raumordnung (RuR) erschienen (Editors: Tanja Mölders, Niclas Ruppert, Jochen Monstadt)

Dass der “transformative turn” der Nachhaltigkeitswissenschaften auch in der räumlichen Planung angekommen ist, ist unbestritten. In diesem Special Issue setzen sich Autor*innen mit den theoretischen Verbindungen zwischen Raumplanung und -entwicklung und Transformationsforschung auseinander und analysieren anhand konkreter empirischer Beispiele (u.a. Klimaschutz, Windenergieausbau, Mobilitätswende), welche Beiträge formelle und informelle Planungsinstrumente zu einer transformativen Raumentwicklung leisten können.
Im Editorial Nachhaltigkeitstransformationen planen: Theoretische Zugänge, praktische Erfahrungen und politische Konsequenzen, geben Tanja Mölders, Niclas Ruppert und Jochen Monstadt einen Überblick über das Forschungsfeld und ordnen die Beiträge entsprechend ein.
Ludger Gailing, Stefano Panebianco, Axel Priebs und Rainer Danielzyk betrachten in ihrem Forschungsbeitrag Meilenstein auf dem Weg zu einer Transformationsplanung? Die Umsetzung der Flächenziele nach Windenergieflächenbedarfsgesetz in der Praxis der Regionalplanung die jüngsten Entwicklungen beim Ausbau der Windenergie.
Die Regionalplanung ist auch Thema im Forschungsbeitrag von Tanja Mölders, Ludger Gailing und Laura Doyé Nachhaltigkeit stärken – Transformationen für den Klimaschutz durch Regionalplanung in dem die Autor*innen verdeutlichen, dass Regionalplanung ein – durchaus ausbaufähiges – Potenzial hat, als Transformationsplanung wie auch als transformative Planung zu wirken.
Das Thema Wohnen ist Gegenstand des Forschungsbeitrages Tackling municipal growth dependencies through the‘common good’. Municipal-led collaborative housing in Freiburg’s Kleineschholz development von Benedikt Schmid, in der er das Potenzial einer gemeinwohl-orientierten Stadtentwicklung zur Bewältigung kommunaler Wachstumsabhängigkeiten analysiert.
In ihrem Forschungsbeitrag Putting sustainability transitions “on the ground”. Three arguments for a stronger integration of spatial planning and sustainability transitions scholarship nehmen Johannes Suitner und Meike Levin-Keitel die Verbindungen zwischen Raumplanung und Transition Studies systematisch in den Blick und verdeutlichen die Beiträge planerischer Expertisen für lokale Nachhaltigkeitstransformationen.
Ida Grundel und Kristina Trygg stellen in ihrem Forschungsbeitrag Transformative planning capacities in the transformative change of mobility systems dar, wie schwedische Gemeinden Innovationen im Transport- und Mobilitätsbereich durch urbane Experimente und Mobilitätshubs umsetzen. Im Kommentar Zwischen Dringlichkeit und Beharrung: Räumliche Planung in der Transformation skizziert Antja Bruns die Rolle der Raumplanung zwischen transformativen Anspruch und institutioneller Trägheit.