WinK trifft sich zum zweiten Projekttreffen in Karlsruhe
Am 16. Juli 2026 fand das zweite Projekttreffen von WinK im Zukunftsraum der Karlsruher Oststadt statt. Der Zukunftsraum ist ein Raum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft und der zentrale Treffpunkt des Reallabors „Quartier Zukunft – Labor Stadt“, welches vom KAT-KIT begleitet wird.
Das Projekt „WinK – Wege integrativer Klimagerechtigkeit“ beschäftigt sich mit Hitzeanpassungsmaßnahmen in Freiburg und Karlsruhe und fokussiert sich dabei auf soziale Gerechtigkeit aus intersektionaler Perspektive. Die Universität Freiburg arbeitet in dem Projekt zusammen mit dem Karlsruher Transformationszentrum für Kulturwandel und Transformation (KAT am KIT) und dem Öko-Institut. Gefördert wird das Projekt vom ICN – Innovationscampus Nachhaltigkeit für einen Zeitraum von zwei Jahren.

Wir Gäste aus Freiburg haben vor Beginn des Treffens einen kleinen geführten Spaziergang durch die Oststadt gemacht, auf dem uns die Besonderheiten des Reallabors „Quartier Zukunft“ gezeigt wurden. In den letzten Jahren wurden dort schon einige Projekte im Bereich Nachhaltigkeit umgesetzt, darunter ein kleiner Platz für Urban Gardening, ein Leih-Geschäft sowie eine „kühle Karte“, welche kühle und beschattete Orte in der Oststadt aufzeigt.
Das Projekttreffen begann eine halbe Stunde später mit einer kurzen Vorstellungsrunde aller Anwesenden, da sich insbesondere die Praxispartner*innen des Forums Weingarten und Bürgervereins Oststadt sowie der Stadt Karlsruhe noch nicht kannten.
Anschließend stellte Laura Splawski vom KAT die Ergebnisse unserer Umfrage „Umgang mit sommerlicher Hitzebelastung in der Karlsruher Oststadt/ Freiburg Weingarten“ vor. Im Rahmen der Umfrage wurden 47 Vereine, Kitas und Schulen sowie weitere soziale Einrichtungen, aber auch lokale Unternehmen zum Thema Hitzebelastung und Hitzeanpassung befragt. Auf die Frage „Welche Personen und Personenkreise sind aus Ihrer Sicht besonders von Hitze betroffen?“ antwortete ein Großteil der Befragten bei den meisten Personengruppen mit „stark“ oder „sehr stark“. Vor allem ältere Personen, Personen mit Vorerkrankungen und alleinlebende Personen wurden als besonders betroffen eingestuft.
Als Ideen für Anpassungsmaßnahmen wurden häufig genannt Trinkbrunnen, Bäume und Grünflächen sowie Klimatisierung. In Freiburg wurde außerdem die Nutzbarkeit der schon vorhandenen Grünflächen kritisiert, was die Dringlichkeit der Schaffung von kühlen Orten in Freiburg hervorhebt.
Der zweite Programmpunkt beinhaltete die Vorstellung des bisherigen Projektverlaufs in Freiburg und Karlsruhe. Wiebke Thomas gab einen kurzen Überblick über die bisherigen Ergebnisse der Akteurs- und Bedarfsanalyse in Weingarten sowie eine kurze Zusammenfassung über unseren letzten Workshop „Weingarten ist heiß!“ im Forum Weingarten am 13. Juni 2026. Die drei dort entstanden Maßnahmenideen werden wir nun im Laufe des Sommers in Form von Realexperimenten zusammen mit Bürger*innen und Aktiven aus Weingarten umsetzen. Nach einer kurzen Phase des Austauschs über die Ziele und Strategien in Freiburg gab es eine Feedbackrunde, aus der wir viel mitnehmen konnten.
Pia Laborgne vom KAT gab eine kurze Präsentation über die aktuellen Ideen für passende Hitzeanpassungsmaßnahmen in Karlsruhe, welche z.B. ein hitzegerechtes Picknick oder hitzegerechte „Schwätzlebänke“ beinhalten. Beide Maßnahmen sollen Orte schaffen, wo Menschen im Schatten zusammenkommen können und so das Gemeinschaftsgefühl im Quartier und der Stadt gestärkt wird.
Auch hier gab es nach der Vorstellung der Ideen eine kurze Feedbackrunde.
Zum Abschluss übernahm Tanja Mölders die Moderation zur Besprechung unseres neuen Logos, die nächsten Termine und weitere Treffen. Ganz zum Schluss gab es nochmal Raum für eine kurze Reflexion mit „Blitzgedanken“ zum Nachmittag.
Es war ein angenehmer und inhaltlich sehr bereichernder Austausch. Vielen Dank an alle, die dabei waren!