Internationaler Masterstudiengang „European Forestry“ erhält erneute Förderung
Der internationale Masterstudiengang „European Forestry“ wird weiter gefördert und kann damit auch in Zukunft von Studierenden an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg belegt werden. Das gab die Europäische Kommission bekannt, die den Masterstudiengang im Rahmen ihres Programms „Erasmus+: Erasmus Mundus Joint Masters“ finanziert. Die Europäische Kommission stellt dafür nun weitere Mittel in Höhe von insgesamt 4,6 Millionen Euro für die kommenden sechs Jahre zur Verfügung. Der Masterstudiengang wird von der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit sechs weiteren europäischen Hochschulen angeboten.

Herausforderungen im Forstbereich auf europäischer Ebene angehen
Der „Master of Science in European Forestry“ ist eines der Erasmus-Mundus-Programme mit der längsten Laufzeit. Ziel des Studienprogramms ist es, die internationale Vernetzung von Studierenden und Lehrenden zu fördern. Studierende sollen im Studiengang eine europäische Perspektive auf drängende Fragen einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Waldbewirtschaftung gewinnen. Sie erwerben ein fundiertes Wissen und interkulturelle Kompetenz rund um die Herausforderungen der europäischen Wald- und Forstwirtschaft sowie der bio-basierten Ökonomie. Konkret bereitet das Programm die zukünftigen Fachkräfte darauf vor, vier große Herausforderungen im Forstbereich anzugehen:
- Der Klimawandel und die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Naturstörungen.
- Der Mangel an Biomasse für die Bioökonomie und die Minderung von CO2-Emissionen.
- Der Rückgang der biologischen Vielfalt und die Umwandlung von Waldflächen für andere Nutzungen.
- Die steigende gesellschaftliche Nachfrage nach waldbezogenen Ökosystemdienstleistungen.
„Der Master of Science in European Forestry trägt maßgeblich zur Internationalisierung der Forstwissenschaften bei. Er ermöglicht es unseren Studierenden, sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und eine europäische Perspektive auf Forstwissenschaft und Forstmanagement zu entwickeln“, sagt Prof. Dr. Thomas Seifert, Koordinator des Programms an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen.
Ausbildung internationaler Expert*innen
Im Masterstudiengang European Forestry arbeiten sieben im Bereich Forstwissenschaft hochprofilierte Hochschulen in Europa zusammen. Beteiligt sind neben der Universität Freiburg, die als Gründungsmitglied den Studiengang seit 20 Jahren mitgestaltet, die Universität Ostfinnland (als Koordinator), AgroParisTech (Frankreich), die Universität Lleida (Spanien), die Universität für Bodenkultur Wien (Österreich), die Universität Transilvania Brașov (Rumänien) und ab 2026 die Universität Wageningen (Niederlande).
Die Hochschulen bieten ihren Studierenden gemeinsame Kursmodule an. Absolvent*innen erhalten im zweiten Jahr einen gemeinsamen oder einen doppelten Abschluss ihrer Heimat- und ihrer Gastuniversität. Sie sind als international geschätzte Expert*innen bei Forschungsinstitutionen, nationalen Behörden, Nichtregierungsorganisationen und forstbasierten Unternehmen gefragt.
Bewerbungen für den Masterstudiengang sind vom 15. Dezember 2025 bis zum 21. Januar 2026 für einen Studienbeginn im August 2026 möglich.