Aktuelles
KoWerk: Training für gemeinschaftliche Unternehmen in der Lebensmittelwirtschaft
Jetzt für das Training 2026/2027 bewerben!
Lernen Sie in unserem Trainingsprogramm KoWerk, wie gemeinschaftliche Unternehmensmodelle in der nachhaltigen Ernährungswirtschaft erfolgreich umgesetzt werden können. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele erwerben Unternehmer*innen und Gründungsinteressierte wertvolles Wissen und konkrete Werkzeuge für die Umsetzung im eigenen Betrieb.
Trainingszeitraum: 23. November 2026 – 08. Februar 2027
KANNtine trifft Kommune: Qualifizierungsprogramm für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung
Wie können Kommunen eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung mitgestalten und dabei regionale Strukturen stärken? Mit dem kostenfreien Qualifizierungsprogramm „KANNtine trifft Kommune“ erhalten Kommunalverwaltungen in der Region Südlicher Oberrhein praxisnahes Wissen und Unterstützung bei der Entwicklung konkreter Maßnahmen.
Das Programm richtet sich an Amtsträger*innen und Verwaltungsmitarbeitende, insbesondere aus den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Schule und Bildung, Beschaffung und Vergabe, Marketing und Tourismus sowie Liegenschafts- und Bauamt.
Das Programm wurde von der Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährung der Universität Freiburg konzipiert und ist Teil des Kooperationsprojekts KANNtine. Ziel des Vorhabens ist es, in der Region Südlicher Oberrhein mehr regionale Lebensmittel in die Außer-Haus-Verpflegung zu bringen.
Strategie-Workshop
Im Juli organisierte die Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährungswirtschaft der Universität Freiburg einen Strategie-Workshop in Berlin zu der Frage, wie die Lebensmittelwirtschaft in Deutschland krisenfest werden kann. An dem Workshop nahmen rund 20 Verbände und Organisationen der Lebensmittelverarbeitung teil. Die Veranstaltung legte den Grundstein für eine langfristige evidenzgestützte Zusammenarbeit, um den negativen Auswirkungen des Strukturwandels in der Lebensmittelverarbeitung koordiniert zu begegnen.
Das Regionalnetzwerk KEWI – Kooperative Ernährungswirtschaft – in der Region Freiburg
Kooperative Wirtschaftsweisen werden in der Ernährungswirtschaft immer populärer. Auch in der Region Freiburg haben sich diverse Betriebe etabliert und Umstellungen sind im Gange. Jetzt hat sich ein Netzwerk in der Region Freiburg gegründet.
Strukturwandel in der Lebensmittelverarbeitung in Deutschland
Die Studie befasst sich mit dem tiefgreifenden Strukturwandel in der Lebensmittelverarbeitung. Im Fokus stehen die gravierenden Herausforderungen und Veränderungen in Marktstruktur, Beschäftigungs- und Ausbildungssituation in der Lebensmittelverarbeitung. Politische Instrumente zum Erhalt eines vielfältigen Verarbeitungssektors werden auf ihre Wirksamkeit überprüft. Das Gutachten schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen an Politik, Unternehmen und Branchenverbände, um die nachhaltige Entwicklung der Lebensmittelverarbeitung in Deutschland zu sichern.
Zusammenarbeit von kooperativen Unternehmen der Ernährungswirtschaft in der Region Freiburg
Am 18. Dezember 2025 nahmen 15 Vertreterinnen kooperativer Ernährungsunternehmen und weiterer Organisationen aus der Region Freiburg an einem Workshop teil, um konkrete Formate für zukünftige Zusammenarbeit auszuloten. Der Workshop fand im Rahmen einer mehrjährig an-gelegten Initiative der Humboldt-Professur für nachhaltige Ernährungswirtschaft der Universität Freiburg statt. Ziel dieser Initiative ist die wissenschaftlich begleitete Entwicklung der kooperativen Ernährungswirtschaft in der Region Freiburg, um damit Beiträge zur Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Sicherung von kleinen und mittleren Unternehmen in der Region zu leisten. Als Input zu dem Workshop hielt Karl Giesecke von der Allmende Taucha e.V. einen Vortrag über Formen der Zusammenarbeit in kleinen Betrieben der Ernährungswirtschaft am Beispiel solidarischer Landwirtschaftsbetriebe.

Organisiert und moderiert wurde der Workshop von Nick von Andrian, Doktorand an der Humboldt-Professur für nachhaltige Ernährungswirtschaft der Universität Freiburg, im Rahmen seines Dissertationsprojekts.
Die rege Teilnahme am Workshop bestätigte, dass in der Region großes Interesse besteht, regionale Kooperationen zu etablieren. Die konkrete Zusammenarbeit zwischen Betrieben, um das Sortiment zu erweitern und Lieferpläne sicherer zu gestalten, wird als vielversprechend bewertet. Zwei Varianten bieten sich an: die einzelnen Verteil- bzw. Abholpunkte sind dezentral und eigenständig organisiert, oder es gibt eine zentrale Koordination. Ein umfangreiches Produktangebot erhöht die Attraktivität für Konsument*innen (One-Stop-Shopping), birgt jedoch das Risiko, mit dem Angebot von Supermärkten vergleichbar zu werden. Dieser Balanceakt muss bewusst gestaltet werden, um die Besonderheit kooperativ wirtschaftender Unternehmen zu bewahren. Dabei können Erfahrungen von erfolgreichen Pilotprojekten in anderen Regionen Deutschlands und weltweit genutzt werden. Erfolgreiche zentralisierte kooperative Netzwerke wie Hansalim (Korea) oder CECOCESOLA (Venezuela) zeigen beispielsweise, dass eine breite Produktpalette kombiniert mit einer vermittelnden Zwischeninstanz (die weder allein der Produktion noch dem Vertrieb zugeordnet ist) zu stabiler Wirtschaftlichkeit führen kann.
Der Workshop wurde von den Teilnehmenden als sehr positiv wahrgenommen. Die Kombination aus informativem Vortrag und interaktivem Teil ermöglichte es den Teilnehmenden, sich über mögliche Kooperationsformate weiterzubilden und gemeinsam neue Ideen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Als nächste Schritte wurden weitere Gespräche im Rahmen des Netzwerkaufbaus und die Entwicklung eines Pilot-Bestellmodells für stark nachgefragte Produkte (Obst, Hülsenfrüchte, Eier) verabredet. Am Freiburger Ernährungsgipfel, der am 19. März 2026
stattfindet, soll das Netzwerk anderen Betrieben, Politik und Verwaltung vorgestellt und weitere Kooperationspartner*innen gewonnen werden.
Rückblicke
Im Ausbildungsprogramm KoWerk erlernten Unternehmen und Initiativen aus der Region Freiburg über 10 Wochen die Grundlagen für gemeinschaftliches Wirtschaften.
Klimawandel, Bauernproteste, Arbeitskräftemangel und eine höhere Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln – die Ernährungsbranche steht unter Druck. Wie können Landwirt*innen, Lebensmittel-Händler*innen oder Gastronom*innen in Zukunft nachhaltig handeln und gleichzeitig gut von ihrer Arbeit leben? Als ein Lösungsansatz stand bei der Lernwerkstatt KoWerk gemeinschaftliches Wirtschaften im Fokus. Dreizehn Teilnehmende aus sieben Unternehmen und Initiativen setzten sich an zehn Nachmittagen zwischen September und November 2024 mit kooperativen Wirtschaftsformen auseinander. Organisiert und durchgeführt hat die Lernwerkstatt Nick von Andrian, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der neu eingerichteten Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährungswirtschaft an der Universität Freiburg.
An der Humboldt-Professur wird unter anderem zu gemeinschaftlichem Wirtschaften geforscht und gelehrt. Die Initiative zu KoWerk ging von Prof. Dr. Arnim Wiek, dem Leiter derHumboldt-Professur, aus. Wiek hatte gemeinsam mit Thrive Consultancy ein ähnliches Ausbildungsprogramm in Phoenix/USA erfolgreich eingeführt. Die Übertragung nach Deutschland war ihm von Beginn an ein Anliegen. „Kooperatives oder gemeinschaftliches Wirtschaften hat das Potenzial, die Ernährungswirtschaft in Deutschland gerechter und resilienter zu gestalten – wenn Ausbildungsprogramme Unternehmer*innen und Konsument*innen die notwendigen Kenntnisse und Motivationen vermitteln,“ so Wiek.
Workshop: “Kommunen gestalten nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung”
Kommunalpolitik und -verwaltung können maßgeblich dazu beitragen, die Gemeinschafts- verpflegung vor Ort nachhaltig zu gestalten und dadurch Klimaschutz, öffentliche Gesundheit und regionale Wirtschaft stärken. Hierzu gibt es verschiedene Instrumente, die kommunale Einrichtungen und Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung gemeinsam anwenden können.
Programm des Workshops, mit Angaben der Referent*innen
Zusammen mit dem Städtetag Baden-Württemberg, dem KIT, dem ICN und Universität Freiburg fand die Veranstaltung am 7. November 2024 statt.
Im Workshop wurde zunächst Einblick in verschiedene Beispiele aus der kommunalen Praxis gewährt – von nachhaltiger Beschaffung und Eigenbetrieben (u.a. Freiburg i. Brsg und Au am Rhein) bis hin zu Beratungs- und Ausbildungsangeboten (u.a. Kantine Zukunft/Berlin, KA.Wert/Karlsruhe). Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam mit den Expert*innen die Übertragbarkeit auf Ihre eigene Kommune zu diskutieren und erste Umsetzungsschritte zu planen.
Da auch Betriebsleiter*innen aus der Gemeinschaftsverpflegung am Workshop teilgenommen haben, hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, im Dialog mit diesen direkt die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Ihre eigenen Anwendungen zu diskutieren.
Im Nachgang zum Workshop bestand die Möglichkeit, konkrete Anwendungen mit Begleitung und Ko-Finanzierung in Ihrer Organisation durchzuführen. Bei Interesse freuen wir uns auf eine gemeinsame Zusammenarbeit.
In Zusammenarbeit mit dem KIT und dem Städtetag Baden-Württemberg.
Die Lernwerkstatt für kooperatives Wirtschaften in der Ernährungswirtschaft
Im Ausbildungsprogramm KoWerk erlernten Unternehmer*innen über 10 Wochen anhand vieler Praxis-Beispiele die Grundlagen gemeinschaftlichen Wirtschaftens in der nachhaltigen Ernährungswirtschaft.
Wegweiser für nachhaltige ernährungswirtschaftliche Kommunalpolitik
Bisher betrachten nur wenige Kommunen in Deutschland den Ernährungsbereich als Teil ihres kommunalen Wirkungsfeldes. Dabei reichen die Aufgaben von Städten und Gemeinden, beispielsweise im Bereich der öffentlichen Beschaffung, durchaus in ernährungsrelevante Bereiche hinein.
Die neue Publikation (Link, März 2024) bietet konkrete Instrumente, mit denen Kommunen zentrale Beiträge zur Ernährungswende in Richtung Nachhaltigkeit leisten können. Die vorgestellten Werkzeuge basieren auf Forschungsergebnissen, die Kommunen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen mit Expertise in nachhaltiger Ernährungswirtschaft erarbeitet haben und zeichnen sich daher durch einen starken Praxisbezug aus.
Universität Freiburg – Innovations-campus Nachhaltigkeit
Das Thema passt bestens in die Green City: ein Forschungsverbund zum Thema Nachhaltigkeit. Die Universität Freiburg hat dafür nun – zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – einen Innovationscampus. Es ist der fünfte, den das Land eingerichtet hat.
Badische Zeitung (25.01.2024), Thomas Steiner
Die Universität Freiburg hat jetzt einen „Innovationscampus Nachhaltigkeit“, an dem auch die Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährungswirtschaft durch ein Forschungsprojekte zur Gemeinschaftsverpflegung beiträgt.