Angelika Schmidt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Public und Non-Profit Management der Fakultät für Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften der Universität Freiburg. Ihren Bachelor absolvierte sie im Fach Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung des Landes Baden-Württemberg in Kehl. Ihren Masterabschluss in Öffentlicher Wirtschaft erwarb sie an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.
In ihrer Forschung beschäftigt sie sich insbesondere mit doppischer Rechnungslegung und dem Haushaltswesen von Bund, Ländern und Kommunen sowie den Beziehungen zwischen Kernverwaltungen und ihren öffentlichen Unternehmen. In ihrer Dissertation untersucht Angelika mittels experimenteller Designs, wie Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für die Erbringung öffentlicher Leistungen attribuieren. Dabei interessiert sie insbesondere, welchen Akteuren (z. B. Kernverwaltungen, politischen Entscheidungsträgern oder öffentlichen Unternehmen) Bürgerinnen und Bürger die Verantwortlichkeit zuschreiben und welche Faktoren diese Zuschreibungen beeinflussen. Dieses Forschungsprojekt erfolgt in Kooperation mit Prof. Dr. Sanja Korać von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, die seit 2019 Inhaberin des Lehrstuhls für Public Management und wissenschaftliche Leiterin des Führungskollegs Speyer ist.
Angelika Schmidts Forschungsarbeit ist Teil des übergeordneten Forschungsprogramms des Lehrstuhls, das sich zentral mit der Wahrnehmung, Nutzung und Wirkung von Leistungsinformationen sowie den vielfältigen Interaktionen zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürgern beschäftigt. Ihre Forschung erweitert insbesondere das Verständnis darüber, wie institutionelle und organisationale Rahmenbedingungen sowie Darstellungsweisen öffentlicher Leistungen die Wahrnehmung und Zuschreibung von Verantwortung durch Bürgerinnen und Bürger beeinflussen. Mit ihren experimentellen Ansätzen liefert sie wichtige Erkenntnisse zur Optimierung einer transparenten und bürgerorientierten Gestaltung öffentlicher Dienstleistungen.
Max Wursthorn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Public und Non-Profit Management der Fakultät für Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften der Universität Freiburg. Dort schloss er auch sein Masterstudium (M.Sc.) in Wirtschaftswissenschaften ab. Zuvor war er in der Privatwirtschaft tätig und absolvierte ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre an der DHBW Lörrach. Seine interdisziplinäre Forschung verbindet eine individualpsychologische mit einer organisationswissenschaftlichen Perspektive und integriert dabei Erkenntnisse aus der Managementforschung, der Arbeits- und Organisationspsychologie sowie angrenzenden Disziplinen. Organisationen und Individuen versteht er als offen miteinander verbundene Systeme, deren Funktionieren wechselseitig aufeinander angewiesen ist.
Im Zentrum seiner Forschung steht die Frage, wie gesundheitsförderliche, sichere und resiliente Arbeitsbedingungen gestaltet werden können, die es Menschen ermöglichen, zu leisten, zu wachsen und aufzublühen – sowohl innerhalb als auch außerhalb organisationaler Grenzen. Dabei untersucht er zentrale Einflussfaktoren wie Führung, Arbeitsgestaltung, organisationale Kultur und Klima sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Ziel seiner Forschung ist es, ein vertieftes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden nicht im Gegensatz, sondern im Einklang mit organisationaler Effektivität stehen – als integrativer Führungs- und Managementansatz, der individuelles Potenzial und organisationale Leistungsfähigkeit gleichermaßen fördert.
Max Wursthorn vertieft zentrale Aspekte des Forschungsprogramms am Lehrstuhl für Public und Non-Profit Management, insbesondere im Bereich Personalmanagement sowie Gesundheit, Sicherheit, Wohlbefinden, Resilienz und Arbeitsgestaltung im öffentlichen Sektor. Er hat sich bereits in wissenschaftlichen Publikationen, darunter in einem 2024 erschienenen Beitrag zur individuellen Resilienz, Jobzufriedenheit und emotionalen Belastung öffentlicher Bediensteter, intensiv mit diesen Themen auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang wurde Max Wursthorn mit dem Peter Leisink Best Young Researcher Paper Award 2021 der European Group for Public Administration (EGPA), Permanent Study Group Public Personnel Policies, ausgezeichnet.
Durch regelmäßige Vortragstätigkeiten für die Praxis am Führungskolleg Speyer sowie in spezifischen Weiterbildungsformaten, beispielsweise für Führungskräfte und Lehrkräfte zu Themen rund um Gesundheit Arbeit und Organisation, wie Stressmanagement, Burnout-Prävention, Resilienzförderung und Führung, leistet Max Wursthorn wichtige Beiträge zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.
Seine Forschung ergänzt und bereichert somit das Profil des Lehrstuhls insbesondere im Hinblick auf die vertiefte Auseinandersetzung mit arbeits- und organisationspsychologischen Perspektiven im Public Management sowie Themen des Organisationalen Verhaltens, des Personalmanagements und der Positiven Psychologie im Arbeitskontext.
Dr. Sarah Müller Dr. Lisa Dang Kathrin Leppert, M.Sc. Nora Albrecht, M.Sc.
Kontakt (Sekretariat)
Lehrstuhl für Public und Non-Profit Management – Kommunale Verwaltung
Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Belfortstraße 20 Vorderhaus, 2. OG 79098 Freiburg im Breisgau