Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Sophie Hochuli

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Kurzbiographie

Sophie Hochuli ist Doktorandin am Romanischen Seminar der Universität Zürich. In ihrer Dissertation mit dem Titel Modélisations littéraires de la normalité chez Micheline Maurel: une écriture du décalage untersucht sie das literarische Werk der französischen Widerstandskämpferin Micheline Maurel (1916–2009), die 1943 als politische Gefangene nach Ravensbrück und Neubrandenburg deportiert wurde. Im Mittelpunkt stehen die drei Hauptwerke Un camp très ordinaire (1957), La Vie normale (1958) und La Passion selon Ravensbrück (1965). Das Projekt gliedert sich in drei Teile, die verschiedene Arten von ‚Verschiebungen‘ (décalages) behandeln: die Publikationsgeschichte untersucht den zeitlichen Abstand zwischen Schreiben und Veröffentlichen der drei Werke; die Rezeptionsgeschichte erforscht die schrittweise Marginalisierung von Maurels Werk im Vergleich zu den sich wandelnden Erwartungen des Publikums; die literarische Analyse schliesslich untersucht anhand diskurssemiotischer Methoden die verschiedenen sprachlichen Ausgestaltungen einer „Normalität“, die in Maurels Schriften im starken Kontrast zum grundsätzlich abnormen und das übliche Weltbild pervertierenden Kontext des Lebens im Konzentrationslager stehen.

Publikationen

Hochuli, Sophie (2021). Charlotte Delbo: Aucun de nous ne reviendra [dossier pédagogique], online publiziert auf dem Blog „Culture et communication: partageons le savoir!“, https://dlf.uzh.ch/sites/cultcomm/2021/02/10/charlotte-delbo-aucun-de-nous-ne-reviendra/, und in der digitalen Bibliothek Culturethèque.

Hochuli, Sophie (2024). Micheline Maurel, Un camp très ordinaire: aux origines d’une écriture «pudiquement horrible», Versants, 71, https://doi.org/10.22015/V.RSLR/71.1.10.

Hochuli, Sophie (2025). Dire l’identité retrouvée au sein de la communauté déportée dans Mesure de nos jours de Charlotte Delbo. Tagungsbericht (Actes du colloque) des XII. Dies romanicus turicensis, Langue et identité, gehalten vom 28.09.2023–29.09.2023 an der Universität Zürich, Online: Pressbooks.