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Beschreibung:

Diskriminierung ist die unfaire oder vorurteilsbehaftete Behandlung von Personen oder Gruppen auf der Basis von Charakteristika wie ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter oder sexueller Orientierung. Diskriminierung zu erkennen ist ein notwendiger erster Schritt dabei, der Diskriminierung entgegenzutreten. Ein beobachtetes Geschehen als einen Akt der Diskriminierung zu erkennen ist allerdings in konkreten Fällen oft schwierig, die Evidenz dafür ist vielfach nicht eindeutig oder verborgen. Die Entscheidung, ob es sich im Einzelfall um Diskriminierung handelt oder nicht, ist daher regelmäßig von Unsicherheit geprägt. Das Modellieren von Entscheidungen unter Unsicherheit ist das Ziel der Signalentdeckungstheorie (SDT), die einen klassischen theoretischen Rahmen in dem Forschungsfeld zur Attribution von Diskriminierung darstellt. SDTs Beitrag zur Analyse dieses Urteilsprozesses besteht darin, zwei Komponenten davon zu separieren, die Sensitivität und Antworttendenzen. Sensitivität meint die Fähigkeit, zwischen Fällen mit und ohne Hinweisreizen auf Diskriminierung zu unterscheiden. Antworttendenzen beschreiben die Tendenz, die Zuschreibung zu Diskriminierung gegenüber anderen Zuschreibungen zu bevorzugen. Im Projekt wenden wir SDT an, um diese Determinanten des Entdeckens von Diskriminierung in beobachteten Zuschreibungen zu Diskriminierung zu untersuchen.

Team:

Dr. Anat Shechter, M.Sc. Marie Jakob, Prof. Dr. Karl Christoph Klauer