DFG verlängert Forschungsgruppe „Reduktion der Komplexität von Nichtgleichgewichtssystemen“
Freiburg, 26.09.2025
In der Forschungsgruppe 5099 arbeiten Forscher*innen aus Physik, Material- und Ingenieurswissenschaften interdisziplinär zusammen. Das Team um den Sprecher Prof. Dr. Gerhard Stock wird nun für vier weitere Jahre gefördert.
Die Forschungsgruppe 5099 „Reduktion der Komplexität von Nichtgleichgewichtssystemen“ untersucht seit vier Jahren Nichtgleichgewichtsprozesse in komplexen Systemen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Forschungsgruppe nun um weitere vier Jahre verlängert. Dafür erhalten die Forschenden um Sprecher Prof. Dr. Gerhard Stock vom Physikalischen Institut der Universität Freiburg rund vier Millionen Euro.
Modelle von Dynamik und Dissipation in komplexen Systemen fernab des Gleichgewichts
Nichtgleichgewichtsprozesse sind sowohl in der Grundlagenforschung als auch in technologischen Anwendungen allgegenwärtig. Dennoch basiert die überwiegende Mehrheit der theoretischen Modellierung und Simulation komplexer Systeme auf der Annahme des thermodynamischen Gleichgewichts. Das Ziel der Forschungsgruppe besteht darin, einen systematischen Ansatz zur Modellierung von Dynamik und Dissipation in komplexen Systemen fernab des Gleichgewichts zu entwickeln. Zu diesem Zweck vereint das interdisziplinäre Team Forscher*innen aus Physik, Material- und Ingenieurwissenschaften mit langjähriger Expertise im Bereich der klassischen und quantenmechanischen Nichtgleichgewichtsphysik. Diese Expertise reicht von Nanostrukturen und Polymeren bis hin zu Biomolekülen und Materialien. Unter Einsatz eines breiten Spektrums dynamischer Methoden – von vollständig quantenmechanischen Ansätzen bis hin zu klassischen Simulationen – wird die Forschungsgruppe weiter Nichtgleichgewichtsphänomene in einer Vielzahl von Systemen untersuchen, darunter Transportprozesse in Nanostrukturen und Biomolekülen sowie verschiedene Arten von Reibung und anderen dissipativen Prozessen.