Zur Person
Aaron Gebler, geboren 1994 in Erkelenz und aufgewachsen in der Nähe von Greifswald, ist Akademischer Rat am Seminar für Alte Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig, wo er 2022 im Fach Alte Geschichte mit einer Dissertation zur Bedeutung von Losverfahren im antiken Griechenland promoviert wurde. Derzeit arbeitet Gebler an einer politikwissenschaftlichen Dissertation an der Technischen Universität Chemnitz zum Thema Bürgerbeteiligung in der Europäischen Union. In seinem seit Oktober 2024 laufenden Habilitationsprojekt untersucht er die Transformation von Hierarchien in der antiken Welt.
Forschung
Aaron Gebler widmet sich der Erforschung gesellschaftlicher Entscheidungs- und Transformationsprozesse in der Antike mit einem interdisziplinären Ansatz. In seiner Dissertation konzentrierte er sich auf die Rolle von Losverfahren im griechischen Raum. Sein Habilitationsprojekt untersucht die Entwicklung und Transformation hierarchischer Strukturen in antiken Gesellschaften. Zudem arbeitete Gebler im Bereich der Emotionsgeschichte mit einem besonderen Fokus auf die gesellschaftliche Bedeutung von Angst. Parallel zu seinen historischen Studien analysiert er in seiner seit 2022 an der TU Chemnitz laufenden politikwissenschaftlichen Dissertation die Rahmenbedingungen, Verbreitung und politischen Auswirkungen losbasierter Partizipation im EU-Raum.
Publikationen
Ausgewählte Publikationen
- Gebler, A.: Die Verwendung und Bedeutung von Losverfahren in Athen und im griechischen Raum vom 7. bis 5. Jh. v. Chr., Stuttgart 2024.
- Gebler, A./Lanfer, J.: Überlegungen zur Entwicklung der Tyrannenangst in Athen, in: Historia 74 (1), 2025, 23–55.
- Gebler, A./Oppermann, K.: Angstpolitik in den Internationalen Beziehungen. Ziele und Wirkung verängstigender Kommunikation in der internationalen Politik, in: Lanfer, J./Schnell, M., Angst und Angstpolitik. Interdisziplinäre Perspektiven, Wiesbaden 2024, 251–265.
- Gebler, A.: Geschichte als Argument? Zur Rezeption historischer Forschung in der Debatte um Geschlechteridentitäten, in: Jahrbücher Sexualitäten 2024, 86–96.
Lehre
Aaron Gebler setzt in seiner Lehre verschiedene Schwerpunkte, die von der Entstehung der Demokratie im antiken Griechenland bis zur Auseinandersetzung mit sozialen Hierarchien reichen. Er integriert zudem digitale Methoden in die Altertumswissenschaften, wie das Tool zur digitalen Textanalyse eAQUA. Im Rahmen eines Seminars zum Videospiel Assassin’s Creed Odyssey setzte er sich mit der Rezeption der Antike in der Gegenwart auseinander. Seine aktuellen Veranstaltungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.