Zur Person
Nach einem Studium der Skandinavistik und Altertumswissenschaften mit dem Schwerpunkt Klassische Archäologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg von 2014 bis 2017 schloss Marius Rositzka 2021 sein Bachelor-Studium im Hauptfach Geschichte und Nebenfach Archäologische Wissenschaften ab. 2023 folgte ebenfalls in Freiburg ein Master of Arts im Fach Geschichte. Seit 2023 arbeitet er an seiner Dissertation zu spätantiken Zeitvorstellungen, für die er 2024 von der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg mit einem Stipendium bedacht wurde.
Forschung
In seiner Dissertation untersucht Marius Rositzka ausgehend von einem intersubjektiven Zeitbegriff die Genese spätantiker Zeitvorstellungen. Der Fokus liegt dabei auf religiös abgeleiteten Zeitvorstellungen, die für vormoderne Gesellschaften typisch sind. Gegen ältere Forschungsansätze soll dabei allerdings der Blick weg von den dichotomen Kategorien der Christen und Paganen gelenkt werden. Zu diesem Zweck werden einige bekannte Akteure des Untersuchungszeitraums auf ihre Zeitvorstellungen hin befragt. Augustinus, Iulian, Ambrosius und die Tradition der spätantiken Historiographen und Chronographen erlauben eine exemplarische Untersuchung der Komplexität spätantiker Zeitordnungen.