Das Studienglossar
Im Studienalltag – besonders als Studienanfänger*in, aber auch in höheren Semestern – begegnen Ihnen viele Fachbegriffe und Abkürzungen, die nicht immer sofort klar sind. Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe einfach und übersichtlich.
Veranstaltungsformen des IAW
Exkursionen sind Lehrveranstaltungen außerhalb der Uni, zum Beispiel Museums-, Ausgrabungs- oder Denkmalbesuche.
Teilnahme ist ab dem ersten Fachsemester möglich, mit speziellen Erstsemester-Exkursionen in den ersten Wochen.
Die erforderliche Anzahl an Exkursionstagen variiert je nach Studiengang – Details finden Sie in der Prüfungsordnung oder im Studienverlaufsplan. Beispiel: Bachelor Archäologische Wissenschaften müssen 10 Exkursionstage absolvieren, entweder in einer großen oder mehreren kleinen Exkursionen.
Arten:
- Tagesexkursionen: Eintägige Besuche in der Region
- Große Exkursionen: Mehrtägige Studienreisen, meist einmal jährlich pro Abteilung
Nachweis: Teilnahmebestätigungen beim Sekretariat der veranstaltenden Abteilung abholen, sammeln und als Kopie bei der Studiengangkoordination einreichen.
Das Studium ist in Grundlagen- und Vertiefungsbereiche gegliedert.
In den Grundlagenmodulen erwerben Sie Basiswissen aus verschiedenen archäologischen Fachrichtungen. Ab dem dritten Fachsemester können Sie Ihr Studium in Ihrem Interessensgebiet vertiefen.
Eine übersichtliche Darstellung finden Sie in unserem visualisierten Studienverlaufsplan.
Am IAW bieten mehrere Abteilungen jedes Semester Kolloquien mit einzelnen Terminen an. Dabei stellen oft externe Forschende ihre Arbeiten in Vorträgen vor. Aktuelle Informationen finden Sie unter Neuigkeiten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Einige Abteilungen veranstalten außerdem Master- und Doktorand*innen-Kolloquien zum fachlichen Austausch und zur Begleitung von Abschlussarbeiten.
Die Ringvorlesung ist eine interdisziplinäre Vorlesung, die jedes Wintersemester zu einem besonderen Thema stattfindet. Verschiedene Fachrichtungen beleuchten ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Sie richtet sich an alle Studierenden und Interessierten.
Die Teilnahme ist Teil des Studiums und wird besonders für Studienanfänger*innen empfohlen.
Ein Seminar ist eine Lehrveranstaltung mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl, bei der Studierende aktiv mitarbeiten. Im Gegensatz zur Vorlesung stehen hier Diskussion, Referate und gemeinsame Erarbeitung von Themen im Mittelpunkt.
Es gibt drei Seminararten:
- Einführungsseminar: Einstieg für Studienanfänger*innen
- Proseminar: Erste Vertiefung in ein archäologisches Fach
- Hauptseminar: Vertiefendes Seminar für fortgeschrittene Studierende
Leistungen im Seminar sind regelmäßige Teilnahme, Referate und Mitarbeit sowie eine schriftliche Prüfung, z. B. eine Hausarbeit oder ein Essay.
Am IAW bieten erfahrene Studierende Tutorate an, die Raum für Fragen, Diskussionen und praktische Übungen schaffen.
Tutorate für Erstsemester helfen beim Einstieg:
- Orientierung im Uni-Alltag
- Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens (Literaturrecherche, Referate, Essays)
- Archäologische Basiskenntnisse (Datierung, Quellenkunde, Befundtypen)
- Vorbereitung auf Proseminar-Klausuren
Tutorate für fortgeschrittene Studierende vertiefen Kenntnisse:
- Praktische Übungen (Bestimmung, Formenkunde, Zeichnen)
- Diskussion von Forschungsgeschichte und interdisziplinären Methoden
- Auseinandersetzung mit aktuellen Fachthemen
- Wiederholung wissenschaftlicher Schreibtechniken
Organisatorisches: Tutorate starten meist in der zweiten Vorlesungswoche. Bei Terminproblemen kann oft ein anderes Tutorat gewählt werden. Die genauen Termine werden in der Semestervorbesprechung bekannt gegeben.
Eine Übung ist eine praxisorientierte Lehrveranstaltung mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl, die theoretisches Wissen durch praktische Anwendung vertieft. Der Fokus liegt auf dem Erlernen spezifischer Fertigkeiten und Methoden.
Mögliche Inhalte:
- Praktische Arbeit mit archäologischen Objekten
- Methodentraining (wissenschaftliches Zeichnen, Vermessung)
- Analyse und Bestimmung von Funden
- Anwendung digitaler Technologien
Übungen finden meist in kleinen Gruppen statt und fördern durch intensive Betreuung und „Learning by doing“ Ihr selbstständiges Arbeiten an konkreten Aufgaben. Zum Abschluss einer Übung erbringen Sie eine Studienleistung, die je nach Zielsetzung sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Eine Vorlesung ist eine Lehrveranstaltung, bei der Dozierende vor einer größeren Gruppe systematisch Fachwissen vermitteln.
Merkmale:
- Geordnete Wissensvermittlung zu einem Thema
- Meist 90 Minuten pro Woche über ein Semester
- Prüfung oft in Form einer Klausur am Semesterende
- Ergänzt durch Folien, Skripte oder Literatur
Die Kommunikation läuft hauptsächlich von den Dozent*innen zu den Studierenden.
Allgemeine Begriffe des Studierenden-Alltags
c.t. („cum tempore“) heißt: Die Veranstaltung beginnt 15 Minuten später als angegeben – das ist das sogenannte akademische Viertel. Beispiel: „10:00 c.t.“ = Beginn um 10:15 Uhr.
s.t. („sine tempore“) heißt: pünktlicher Start zur angegebenen Uhrzeit. Beispiel: „10:00 s.t.“ = Beginn um 10:00 Uhr.
Faustregel: Steht nichts dabei, gilt meist c.t..
Curriculum bezeichnet den strukturierten Lehrplan eines Studiengangs. Hier wird festgelegt, welche Lehrveranstaltungen, Module und Prüfungen zu welchen ungefähren Zeitpunkt innerhalb des Studiums absolviert werden müssen, um den Studienabschluss zu erreichen.
ECTS ist die Abkürzung für European Credit Transfer System und bezeichnet ein Punktesystem zur vereinfachten Vergleichbarkeit und Anrechnung von Studienleistungen im europäischen Bildungssystem. Im Verlauf des Studiums sammelt man ECTS-Punkte durch das Absolvieren von Lehrveranstaltungen und dem damitverbundenen Erbringen von Studien- und Prüfungsleistungen. Der B.A.-2-Fächer-Studiengang umfasst insgesamt 180 ECTS-Punkte.
Gleichzeitig beschreiben die ECTS-Punkte einer Lehrveranstaltung den ungefähr zu erbringenden Arbeitsaufwand der teilnehmenden Studierenden.
Der Bachelorstudiengang (B.A.) besteht aus Hauptfach, Nebenfach und einem Ergänzungsbereich.
Im Ergänzungsbereich müssen – je nach Umfang des Nebenfachs – 20 bis 30 ECTS-Punkte erbracht werden. Er umfasst:
- mindestens 8 ECTS-Punkte im Bereich „Berufsfeldorientierte Kompetenzen (BOK)“
- weitere Module – z. B. aus anderen Fächern, interdisziplinäre Angebote oder zusätzliche Lehrveranstaltungen aus Haupt- oder Nebenfach.
Der Bachelorstudiengang (B.A.) besteht aus Hauptfach (HF), Nebenfach (NF) und Ergänzungsbereich.
Nebenfach (NF): Ein zweites Studienfach mit 30 bis 40 ECTS-Punkten, abhängig von der Fächerkombination. Es ergänzt das Hauptfach und erweitert diefachlichen Kompetenzen.
Hauptfach (HF): Das zentrale Studienfach mit dem größten Umfang von 120 ECTS-Punkten. Es bildet den Schwerpunkt des Studiums und bietet eine vertiefte fachliche Ausbildung.
Das Campus-Management-System HISinOne der Universität Freiburg ist eine digitale Plattform, die Studierenden und Mitarbeitenden das Studien- und Verwaltungsleben erleichtert.
Mit HISinOne können Sie unter anderem:
- sich für Veranstaltungen und Prüfungen anmelden
- Ihren Stundenplan erstellen und verwalten
- Ihre Studien- und Leistungsübersichten einsehen
- offizielle Dokumente wie Leistungsnachweise oder Bescheinigungen herunterladen
- Ihre persönlichen Daten aktuell halten
Kurz gesagt: HISinOne ist Ihr zentraler digitaler Begleiter für Organisation und Verwaltung während des Studiums an der Uni Freiburg.
HiWi (Hilfswissenschaftler*in oder Studentische Hilfskraft) ist ein Nebenjob für Studierende an der Universität. HiWis unterstützen Lehrende und Forschende – z. B. bei Literaturrecherche, Datenerfassung, Klausurkorrekturen oder der Betreuung von Lehrveranstaltungen.
Vorteile: praktische Erfahrungen, Einblicke in Forschung und Lehre, nützliche Kontakte – und eine Möglichkeit, das Studium mitzufinanzieren.
ILIAS ist die digitale Lernplattform der Universität Freiburg. Hier finden Sie alle Kursmaterialien, können Aufgaben bearbeiten, mit Lehrenden und Kommiliton*innen kommunizieren und sich über Veranstaltungen informieren. Der Zugriff ist jederzeit und von überall möglich – einfach mit Ihrem Uni-Account anmelden.
Die Orientierungsprüfung ist die einzige Prüfung mit fester Frist: Sie muss bis Ende des dritten Fachsemesters abgelegt werden.
Sie erfolgt studienbegleitend und gilt als bestanden, sobald die erste Prüfungsleistung in einem Grundlagenmodul (z. B. Einführungsseminar) erfolgreich erbracht wurde.
PL – Prüfungsleistung:
Prüfungsleisten finden lehrveranstaltungsbegleitend statt. Die Note zählt zur Gesamtnote des Abschlusses.
Wichtig: Verbindliche Anmeldung über HISinOne innerhalb eines festgelegten Zeitraums (siehe www.geko.uni-freiburg.de).
SL – Studienleistung:
Studienleistungen werden nicht benotet, aber bei Bestehen werden die in der Prüfungsordnung (PO) vorgesehenen ECTS-Punkte vergeben. Sie werden meist in Vorlesungen und Übungen erbracht.
Wichtig: Auch Studienleistungen müssen rechtzeitig über HISinOne registriert werden.
Sommersemester: 1.5.–15.6.
Wintersemester: 1.11.–15.1.
Organisation der Universität
Die Fakultät ist eine organisatorische Großeinheit der Universität, in der mehrere verwandte Fachbereiche zusammengefasst sind. Die Universität Freiburg hat insgesamt 11 Fakultäten.
Beispiel: Die Philosophische Fakultät vereint Fächer wie Geschichte, Politik, Ethnologie und Soziologie – hier ist auch das IAW angesiedelt.
Struktur:
- Fakultätsrat: Gewähltes Gremium mit Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden, Professorenschaft und des Mittelbaus
- Dekanin bzw. Dekan: Leitet die Fakultät und vertritt sie im Senat der Universität
Die Fachschaft ist die gewählte Interessenvertretung der Studierenden am Institut für Archäologische Wissenschaften (IAW). Sie setzt sich für die Belange der Studierenden ein, organisiert Veranstaltungen wie Ersti-Tage, Filmabende oder Exkursionen und dient als Ansprechstelle bei Fragen rund ums Studium. Außerdem bringt sie sich in Gremien der Universität ein und vertritt dort die studentische Perspektive. Alle Studierenden des IAW können sich in der Fachschaft engagieren.
Die Gemeinsame Kommission an der Universität betreut die Prüfungen aller Studiengänge, die an der Philosophischen und Philologischen Fakultät angegliedert sind und ist somit auch für das IAW zuständig.
Ein Institut ist eine organisatorische Einheit innerhalb einer Fakultät, die verwandte Fachrichtungen unter einem Dach vereint. Es ist zuständig für Forschung, Lehre und die Verwaltung seiner Fachbereiche.
Das Institut für Archäologische Wissenschaften (IAW) gehört zur Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg und umfasst verschiedene archäologische Disziplinen.
Struktur:
- Geschäftsführende Direktion: leitet das Institut
- Abteilungen: einzelne Fachrichtungen innerhalb des Instituts
- Sekretariate: zuständig für Verwaltung, Organisation und als erste Anlaufstelle für Studierende
Das Rektorat ist die oberste Leitung und Außenvertretung der Universität. Es setzt sich aus der Rektorin oder dem Rektor sowie den Prorektorinnen und Prorektoren zusammen.
Zu den Aufgaben des Rektorats gehören unter anderem:
- Struktur- und Entwicklungsplanung inklusive Personalentwicklung
- Planung der baulichen Entwicklung
- Aufstellung und Umsetzung des Wirtschaftsplans
- Ausführung der Beschlüsse von Senat und Universitätsrat
Die Rektorin oder der Rektor vertritt die Universität nach außen und ist Vorsitzende des Rektorats sowie des Senats. Organisation und Abläufe des Rektorats sind in einer Geschäftsordnung geregelt.
Der StuRa ist das höchste beschlussfassende Gremium der Studierendenvertretung an der Universität Freiburg. Seine Beschlüsse sind verbindlich für den Vorstand, die Referate und die studentischen Vertreter*innen in den Gremien der Universität und des Studierendenwerks.
Der StuRa trifft sich öffentlich jeden Dienstag um 18:15 Uhr im Alten Senatssaal (Wilhelmstraße 26, 1. Obergeschoss).