Themen

Grundlagen
Die Grundlagenforschung an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät reicht von der Rechtsgeschichte in all ihren Facetten (antikes Recht, Römische, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte, juristische Zeitgeschichte, Privatrechts-, Verfassungs-, Völkerrechts- und Strafrechtsgeschichte sowie Wissenschaftsgeschichte) über die Rechtsphilosophie, Rechtstheorie, Staats- und Verfassungstheorie, Erzähltheorie, Wissenschaftstheorie bis hin zum Kirchenrecht und Staatskirchenrecht.
Die Hans-Kelsen-Forschungsstelle widmet sich der Edition des Werks von Hans Kelsen.

Internationalisierung
Die Rechtswissenschaftliche Fakultät deckt die europäische, internationale und vergleichende Dimension des Zivilrechts, öffentlichen Rechts, Strafrechts und Verfahrensrechts ab. Neben dem europäischen Civil Law sowie dem anglo-amerikanischen Common Law umfasst die Forschung die Rechtsordnungen Afrikas und Lateinamerikas sowie Ostasiens. Eine Professur für Internationales Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt Ostasien sowie Tagungsreihen mit der Seoul National University und Osaka Metropolitan University vertiefen die Forschung zu Ostasien.
Aus dem Bereich der Projekte und projektübergreifenden Kooperationen sind stellvertretend hervorzuheben:
- Arbeitskreis zum deutschen und chinesischen Recht
- Common Core of European Private Law
- Deutsch-Französischer Gesprächskreis für öffentliches Recht
- Deutsch-Französisches Doktorandenkolleg zur Rechtsvergleichung im Öffentlichen Recht (CDFA)
- European Association of Private International Law (EAPIL), Scientific Committee
- Herausgabe der in chinesischer Sprache erscheinenden „Deutsch-Chinesischen Strafrechtszeitschrift“
- Human Rights Research Consortium
- INDIGO – Information in the EU‘s Digitalised Governance
- Japanische Forschungsgesellschaft für deutsches Verfassungsrecht (FdV)
- Model European Rules of Civil Procedure
- Oberster Richterrat in Brasilien
- Research Network on EU Administrative Law – ReNEUAL
Weitere Details unter „Internationale Forschung“

Digitalisierung
Die Rechtswissenschaftliche Fakultät deckt die Forschungsfelder digitale Transformation und künstliche Intelligenz in ihrer vollen Breite ab. Hervorzuheben ist der ConTrans-Stream „Digital Empires“: Auswirkungen der digitalen Transformation auf Verfassungsordnung, an dem sich mehrere Mitglieder der Fakultät beteiligen.
Von den vielen weiteren Projekten seien stellvertretend genannt:
- Adaptive Futures – Adaptive Governance of Emerging Technologies
- Datenrecht (Lehrbuch), Data Governance Act und Data Act, Datenaußenwirtschaftsrecht
- Datenschutz- und Informationsrecht
- Digital Humanities in Form der Edition der Materialien zum Sächsischen BGB und von Hans Kelsen Online
- Einsatz von KI in Strafverfahren
- ELI-Reporter „Folgenabschätzung beim Einsatz KI-gestützter Entscheidungssysteme“
- Information in the EU’s Digitalised Governance (INDIGO) (DFG/Norface-Projekt)
- Jurcoach (kollaborative digitale Lernplattform für das Strafrecht)
- Justiz und KI
- Künstliche Intelligenz in Forschung, Lehre und Hochschule (Sammelband)
- ReScale (Responsible and Scalable Learning for Robots Assisting Humans)
- Responsible Artificial Intelligence (Handbuch)
- Strafrechtliche Herausforderungen der Digitalisierung zu Fake News, Deep Fakes und Social Bots (DFG-Projekt)

Nachhaltigkeit
Rechtswissenschaft ist die Basiswissenschaft für Nachhaltigkeit per excellence. Das Recht als Regelordnung ermöglicht dauerhaft Freiheit und die Verwirklichung demokratischer Aufträge sowie Nachhaltigkeitspolitik. Es ist damit das ideale Instrument für Nachhaltigkeit. Das zeigt sich beispielhaft an der Exzellenzinitiative ConTrans, die auf die nachhaltige Stärkung von demokratischen Strukturen zielt.
Von den weiteren Projekten sind stellvertretend hervorzuheben:
- Centre For Integrative Biological Signalling Studies (CIBSS)
- Energieumweltrecht
- European Agriculture Data Governance
- Grenzüberschreitendes Umweltstrafrecht
- Human Rights Research Consortium (HRRC)
- Kooperation mit der Technischen Fakultät auf dem Gebiet des Circularity Engineering
- Kooperative Doktorandenbetreuung mit der Fakultät für Umwelt und Natürliche Resourcen
- Kreislaufwirtschaftsrecht, Umweltverfassungsrecht
- Medienrecht als Frage resilienter Gesellschaften
- Nachhaltiger Schutz der Demokratie durch das Strafrecht (DFG-Projekt)
- Nachhaltigkeit im Unternehmensrecht und Fortschreibung der Nachhaltigkeitsregulatorik auf EU-Ebene
- Soziale Nachhaltigkeit, Alterssicherung und Generationengerechtigkeit

Wirtschaft
Die Forschung an der Rechtswissenschaftliche Fakultät deckt ein sehr breites Spektrum des privaten und öffentlich-rechtlichen Wirtschaftsrechts mit seinen Bezügen zur Ökonomie ab. Die Forschung reicht vom Arbeitsrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kapitalmarkt- und Investitionsrecht, Recht des Geistigen Eigentums, Medienwirtschaftsrecht, Versicherungsrecht und Kartellrecht über das Energierecht, Regulierungsrecht und Vergaberecht bis hin zum Aktienstrafrecht.

Zivile Sicherheit
Mitglieder der Rechtswissenschaftlichen Fakultät wirken am Centre for Security and Society (CSS) als interdisziplinäre, fakultätsübergreifende Einrichtung mit, welche die zivile Sicherheitsforschung an der Universität Freiburg bündelt. Forschungsthemen des CSS sind die „zivile Sicherheit und benachbarte Themen wie Resilienz, Katastrophenschutz und Technikfolgen sind ein zentrales gesellschaftliches Thema. Im Blick stehen die Möglichkeiten, Risiken und Ambivalenzen moderner, gerade auch digitaler, Sicherheitstechnologien; neue Verwundbarkeiten von Staat, Gesellschaft und Individuen angesichts globaler ökonomischer, sozialer und politischer Umwälzungen; und vor diesem Hintergrund die sich wandelnde Arbeit der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.“