Aida

Musical

Musik von Elton John
Liedtexte von Tim Rice
Buch von Linda Woolverton, Robert Falls und Henry Hwang
Deutsche Übersetzung von Michael Kunze

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 5. Oktober 2003  
Colosseum Theater, Essen, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung: 

Premierenchronik

USAUA23. März 2000Palace Theatre, New York
DDspr. EA5. Oktober 2003Colosseum Theater, Essen
CHEA19. März 2006Musical-Theater, Basel
AEA27. Januar 2007Festspielhaus, Bregenz

Inhaltsangabe

„Wir schreiben das Jahr 1550 vor unserer Zeitrechnung. Der ägyptische Feldherr Radames erobert das Goldland und verschleppt die schöne Aida, Prinzessin von Nubien, aus ihrer Heimat. Er ahnt nichts von ihrer königlichen Herkunft. Doch Aida beeindruckt Radames durch ihr kämpferisches und mutiges Auftreten derart, dass er sie seiner Verlobten, der Pharaonentochter Amneris, als Sklavin schenkt. Auch Amneris erkennt das noble und aufrechte Wesen Aidas und macht sie bald zur Freundin und Vertrauten. Als sich jedoch Radames Bewunderung für die stolze Nuberin in Liebe wandelt, nehmen dramatische Geschehnisse ihren Lauf.

Im Umgang mit Aida entdeckt er einen Sinn für Ehre und Gerechtigkeit in sich, den die ägyptische Gesellschaft nicht mehr kennt. Das gemeinsame Verlangen nach Liebe in einer Welt, die nicht von Kriegen überschattet und frei von Vorurteilen und Hass ist, lässt Aida und Radames alle kulturellen Unterschiede überwinden und sie unwiderruflich einander verfallen. Doch in einer Zeit, in der Gewalt und Verrat regieren, hat solche Liebe viele Feinde.

Als Aidas Vater, der König Nubiens, in die Hände der Ägypter fällt, müssen sich beide zwischen Loyalität für ihr Volk und einer gemeinsamen Zukunft entscheiden. Aida wird gefasst, als sie ihrem Vater zur Flucht verhelfen will und Radames steht vor der Wahl, sie gehen oder festsetzen zu lassen. Seine Entscheidung für die Liebe und zu Gunsten Aidas verändert alles…“

(aus dem Programmheft zur deutschsprachigen Erstaufführung, Essen 2003)

Kritiken

„Was Disneys ‚Aida‘ sehenswert macht, sind aber ohnehin nicht die inhaltlichen Neuerungen, sondern die Verpackung. Dabei bietet Ausstatter Bob Crowley keine monumentalen Kulissen und orientalischen Schnickschnack, sondern nüchternen Schick, der nur Platz lässt für wenige Requisiten und vieles nur mit einfachen Mitteln andeutet, beispielsweise das Lager der Nubier durch einen Zaun. […] Zu einem optischen Fest wird die Szenerie allerdings erst durch das wundervolle Lichtdesign von Natasha Katz. Der Abend ist eine fesselnde Orgie kräftig-poppiger Farben, insbesondere satter Rottöne.

Ein echter Hingucker sind die tollen Kostüme, die Crowley für Amneris‘ Modenschau über den Catwalk schickt. Was hier so nach dem Motto ‚Egypt meets Paris and Broadway‘ an Originalität vorführt, ist großartig und wird lautstark bejubelt.“

Gerhard Knopf: Aida – Eindrucksvolle Optik, wenig Emotion. In: musicals, das Musicalmagazin, Heft 104, Dezember 2003/Januar 2004, Seite 4-8.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Empfohlene Zitierweise


„Aida“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/aida/

Letzte inhaltliche Änderung: 2. August 2020.