Candid

Ein Spectaculum mit Musik

Musik von Hermann Thieme 
Texte von Marcel Valmy nach Voltaire

Inszenierung

Uraufführung: 2. Juni 1974
Volkstheater Rostock, DDR

Besetzung:

Premierenchronik

DDRUA2. Juni 1974Volkstheater, Rostock

Inhaltsangabe

In großen Zügen hält sich der Autor Marcel Valmy, wie die Buchautoren bei Bernsteins „Candide“, an das Original (1759) von Voltaire, wobei der Regisseur in der Rostocker Uraufführung „mehr die kräftige Komik, als die Ironie der Geschichte“ betont (Knut Lennartz: Candid und der Optimismus. In: Theater der Zeit, Heft 8 /1974). 

Candid, von niederer Herkunft, als der Sohn und die Tochter eines westfälischen Barons, werden gemeinsam vom Gelehrten Pangloss in den Lehren des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibnitz unterrichtet, nach dessen These sie „in der besten aller möglichen Welten“ leben. Candid und alle anderen, vor allem seine geliebte Kunigunde, werden schnell eines Anderen belehrt. Krieg zieht über das Land, die Liebenden werden getrennt, reisen von Kontinent zu Kontinent, werden ermordet, vergewaltigt, kommen wieder zusammen, um nur wieder getrennt zu werden. Candid verliert im Lauf der Handlung den Glauben an diese „beste aller möglichen Welten“. In El Dorado, jenem geheimnisvollen Land, in dem die Straßen mit Gold und Edelsteinen gepflastert sind, kommt Candid zu Reichtum und kehrt mit Gold beladen in einem Ballon nach Europa zurück, um glücklich mit Kunigunde zu leben.

(Klaus Baberg)

Empfohlene Zitierweise

„Candid“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/candid/

Letzte inhaltliche Änderung: 20. März 2020.