Carousel

Musical in 2 Akten

Musik von Richard Rodgers
Buch und Gesangstext von Oscar Hammerstein II, nach Franz Molnárs „Liliom“
Adapziert von Benjamin F. Glaser
Deutsche Dialoge und Gesangstexte von Robert Gilbert
Neue Texteinrichtung für das Pfalztheater von Hans-Dieter Bachmann und Charles B. Axton

Inszenierung

Deutsche Erstaufführung: 13. September 1981
Pfalztheater, Kaiserslautern, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung:

Premierenchronik

USAUA19. April 1945Majestic Theatre, New York
GBEA7. Juni 1950Drury Lane Theatre, London
ADspr. EA15. Oktober 1972Volksoper, Wien
DEA4. September 1981Pfalztheater, Kaiserslautern

Inhaltsangabe

„Wegen ihrer Liebe zueinander werden der leichtlebige Karussellausrufer Billy und die Fabrikarbeiterin Julie entlassen und somit arbeitslos. Um zu Geld zu kommen, da Julie ein Kind erwartet, lässt sich Billy zu einem Raubüberfall überreden, der fehlschlägt. Als er verhaftet werden soll, stößt sich Billy ein Messer ins Herz.
Nach 15 Jahren darf er für einen Tag vom Himmel auf die Erde zurückkehren. Er nimmt einen Stern mit auf die Reise zu seiner Tochter. Das Mädchen erkennt ihren Vater nicht, aber Julie ahnt, was geschah, und weiß, dass der Stern dem bislang freudlosen Kind in eine bessere Zukunft leuchten wird.“

(Verlagsangaben: www. concordtheatricals.de [abgerufen 14. April 2021]) 

Kritiken

„Doch, es sind wirklich recht schöne Melodien in Richard Rodgers‘ Musik, und die Frage wäre, ob man bei der Ausgrabung des Musicals nicht auch eine Entstaubung des Materials hätte betreiben können. […] Hans-Dieter Bachmanns Inszenierung jedoch bleibt betulich, vordergründig und bisweilen vorgestrig in jenem Nicht-Stil, der oft so germ bei Musical-Inszenierungen benutzt wird und der die Stücke so austauschbar macht.

[…] Die ganze Inszenierung vom Ballett bis zum Bühnnebild strahlt behagliche Heile-Welt-Atmosphäre aus, vom hölzern properen Strand-Café Nettie Fowlers über den Rummelplatz, der auch am Montmatre stehen könnte, bis zu den Himmelsbildern, wo Engel mit Flügeln in dirndlartigen Gewändern tanzen. So wundert es einen bald auch nicht mehr, daß nichts am Gehabe der Sänger oder Tänzer darauf schließen läßt, daß es sich um Walfänger, Fischer und Fabrikarbeiterinnen handelt, bzw. was diese Tatsache für sie bedeutet.

Wenn das Orchester unter Charles B. Axtons Leitung mehr als einmal recht kläglich klingt, wenn die für die Hauptrollen extra von auswärts geholten Stars in erster Linie sympathisch aussehen – je nun! Das Publikum war in seiner Mehrheit entzückt.“

Britta Lüttringhaus: Heile Welt. Rodgers/Hammersteins Musical „Carousel“ in Europa-Premiere. In: Die Deutsche Bühne, Heft 11/1981, Seite 51-52.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Empfohlene Zitierweise

„Carousel“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/carousel/

Letzte inhaltliche Änderung: 1. Juni 2023.