Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

fascht normal – next to normal

Musical

Musik von Tom Kitt
Buch und Gesangstexte von Brian Yorkey
Schweizerdeutsche Übersetzung von Livio Beyler

Inszenierung

Schweizerdeutsche Erstaufführung: 11. April 2025
Theater im Seefeld, Zürich, Schweiz

Besetzung:

Susanne Kunz & Flavio Baltermia

Premierenchronik

USAUA15. April 2009Booth Theatre, New York
DDspr. EA11. Oktober 2013Theater, Fürth
ÖEA18. Januar 2014Landestheater, Linz
CHEA25. Oktober 2019Stadttheater, Langenthal
CHSchw. Deut. EA11. April 2025Theater im Seefeld, Zürich

Anmerkung: Die Schweizer Erstaufführung im Stadttheater Langenthal am 25. Oktober 2019 war ein Gastspiel der Marburger Inszenierung.

„fascht normal – next to normal“

Inhaltsangabe

„Auf den ersten Blick wirkt die Familie Goodman ganz normal: Diana und Dan leben mit ihrer Tochter Natalie in einer typischen Vorstadt. Doch hinter der Fassade kämpft Diana mit einer bipolaren Störung, die das Leben aller durcheinanderwirbelt. Während Dan versucht, die Familie zusammenzuhalten, fühlt sich Natalie in der emotional aufgeladenen Umgebung zunehmend verloren.“

(Inhaltsangabe Veranstalter „Kulturbogen“, Zürich, 2025.)

„fascht normal – next to normal“

Kritiken

„Mit der schweizerdeutschen Erstaufführung von „Fascht Normal“ (Original: ‚Next to Normal‘) gelingt dem jungen Theater im Seefeld eine berührende, fast intime Produktion. […] Regisseur Livio Beyeler hat eine gelungene schweizerdeutsche Übersetzung geschaffen. Sie verleiht dem Stück Authentizität und Nähe. Die Dialoge klingen natürlich und emotional, ohne den musikalischen Fluss zu stören. Im zweiten Akt verliert die Inszenierung etwas an Tempo. Die Videoprojektionen setzen zwar neue Akzente, dynamisieren das Geschehen aber nicht durchgängig. Insgesamt bleibt aber der Eindruck einer sprachlich und dramaturgisch starken Umsetzung. Der kleine Theatersaal und die geschickte Nutzung des Bühnenraums schaffen zudem eine Nähe, die konfrontiert und zu Herzen geht.

[…] Was Gabor Nemeth auf der kleinen Bühne erschafft, ist bemerkenswert: Er verwandelt den begrenzten Raum in sieben verschiedene Schauplätze. Die zweigeschossige Konstruktion integriert nicht nur die Spielfläche, sondern auf der oberen Ebene auch die Band. Besonders originell ist der Fadenvorhang. Er trennt den Wohnraum ab und dient gleichzeitig als Projektionsfläche – ein visuell und konzeptionell innovativer Kniff. […] Musikalisch getragen wird das Stück von einer sechsköpfigen Liveband unter der Leitung von Nils Fraser. Sie bewegt sich virtuos zwischen rockigen, jazzigen und melancholisch-verträumten Klangwelten. Die Arrangements sind perfekt auf die emotionale Dramaturgie abgestimmt und unterstützen die Darstellenden, ohne zu dominieren.“

Susanne Weber: Unter die Haut. „Fascht normal“ auf dem schmalen Grat zwischen Licht und Dunkel. In: MUSICAL TODAY, 02/2025, Seite 90-91.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Empfohlene Zitierweise

„fascht normal – next to normal“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/fascht-normal/

Letzte inhaltliche Änderung: 18. Mai 2025.