Starlight Express

ohne Gattungsbezeichnung

Musik von Andrew Lloyd Webber
Instrumentierung von David Cullen
Buch von Andrew Lloyd Webber und Richard Stilgoe
Gesangstexte von Richard Stilgoe
Deutsche Textfassung von Sabine Grohmann

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 12. Juni 1988 
Starlighthalle, Bochum, Bundesrepublik Deutschland

Besetzung [ohne Rollenbezeichnung]:  

Premierenchronik

GBUA27. März 1984Apollo Victoria Theatre, London
USAEA15. März 1987 George Gershwin Theatre, New York
DDspr. EA12. Juni 1988Starlighthalle, Bochum

Inhaltsangabe

Ein Junge wird zu Bett gebracht (Stimmen aus dem Off). Er träumt von seinen Eisenbahnen, mit denen er bis kurz zuvor gespielt hatte. Was die Zuschauer zu sehen bekommen, ist der Traum des Jungen. Darin geht es um ein Wettrennen der verschiedenen Lokomotiven, von der technisch veralteten Dampflok bis zur modernen Elektrolokomotive. Der Verlierer zeichnet sich von vornherein ab: Rusty, die noch mit Kohlen betriebene Dampflok. Doch dann ruft Rusty vor dem entscheidenden Rennen den überirdischen „Gott“ der Eisenbahnen an, den Starlight Express, und mit dessen mentaler Unterstützung gewinnt er überraschend den Wettstreit. Als Belohung erhält er die Zuneigung von Pearl, dem schönsten Anhänger unter den Frauen.

(Wolfgang Jansen)

Kritiken

„Im wesentlichen ist nun in Bochum zu besichtigen, was man auch in London und New York sehen kann, so ist etwa der Bühnenhintergrund aus der Broadway-Produktion übernommen, erfreulicherweise aber völlig entkitscht. Die grandiose Ausstattung stammt selbstverständlich wieder von John Napier und wie immer thront in deren Mittelpunkt die riesige frei schwenkbare Stahlbrücke über dem Geschehen in der Halle. Daß sie allerdings lediglich nach der Pause befahren wird, und auch das nur in eher bescheidenem Maße, ist bedauerlich. Ansonsten ist die Beleuchtung etwas bunter, und für die Erscheinung des ‚Starlight Express‘ hat man in Bochum Laserstrahlen gewählt, die einen interessanten Effekt liefern und ansonsten einer Nobeldiscothek wirklich zu Ehren gereichen.

[…] Wer hätte je gedacht, daß eine Solistin, die im Londoner West End in einem Musical gefeiert wurde, einmal in Bochum en suite spielen würde? – Wohl kaum einer, aber Maria Jane Hyde tut es als zwischen den Loks hin und her gerissene Pearl, die letzlich doch bei der guten alten Dampflok, bei Rosty landet. Sie singt ausgezeichnet, erfreulich wortverständlich und ihr englischer Akzent klingt ungemein liebenswürdig. In Steven Michael Skeels findet sie schließlich auch zu einem Rosty, dem die Sympathie des Publikums zurecht gehört.“

Gerhard Knopf: Ein Kindertraum wird wahr. Der Bochumer ‚Starlight Express‘ begeistert das Publikum. In: Das Musical, Heft 12, August/September 1988, Seiite 16-17.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

Literatur

Kommentar

Bis zur vorübergehenden Einstellung der Aufführungen von „Starlight Express“ auf Grund der Hygiene-Bestimmungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie (Februar 2020) stand die Produktion ununterbrochen auf der Bühne und verzeichnete bis dahin mehr als 12.000 Vorstellungen.

Die Rollenzuweisungen bei der Cast wurden den Premieren-Rezensionen entnommen.

„Starlight Express“ war angeregt worden durch eine Serie von Fernseh-Cartoons, die auf Wilbert Awdrys Erzählungen „Thomas the Tank Engine“ basieren und in den USA unter dem Titel „The Little Engine That Could“ bekannt waren.

Empfohlene Zitierweise

„Starlight Express“. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/starlight-express/

Letzte inhaltliche Änderung: 12. September 2021.