Sugar (Manche mögens heiß)

ohne Gattungsbezeichnung

Musik von Jule Styne
Gesangstexte von Bob Merrill
Buch von Peter Stone
nach dem Film „Some like it hot“ von Billy Wilder und I. A. Diamond, basierend auf einer Story von Robert Thoeren
Deutsche Übersetzung von Peter Ensikat

Inszenierung

Deutschsprachige Erstaufführung: 23. März 1989 
Metropol-Theater, Berlin, DDR

Besetzung:  

Premierenchronik

USAUA9. April 1972Majestic Theatre, New York
GBEA17. März 1992Prince Edward Theatre, London
DDRDspr. EA23. März 1989Metropol-Theater, Berlin (Ost)
DEA30. Dezember 1992Stadttheater, Greifswald
AEA13. Februar 1997Theater, Graz
CHEA19. Juli 2006Seebühne, Brunnen

Anmerkung: Die überabeitete Version, die in London aufgeführt wurde, lief unter dem Titel „Some like it hot“. Die Inszenierungen in Greifswald und auf der Seebühne Brunnen liefen unter dem Titel „Manche mögens heiß“

Inhaltsangabe

Chicago 1931. Basierend auf der Filmkomödie „Manche mögens heiß“ sind auch im Musical die arbeitslosen Musiker Joe und Jerry auf der Suche nach einem Job. Erst recht, nachdem sie Zeugen bei einem Bandkrieg gewesen sind und nun auf der Abschussliste der Gangster stehen. In ihrer Not nehmen sie verkleidet als Frauen das Jobangebot einer Damenkapelle an und begeben sich mit ihr zu einem Engagement nach Florida. Pech nur, dass Joe sich in seiner Frauenrolle in die bezaubernde Ukulele-Spielerin Sugar verliebt, die auf der Suche nach einer reichen Partie ist. Als verkleideter angeblicher Millionär kommt er ihr aber näher, muss jedoch immer den Spagat zwischen den verschiedenen Rollen bestehen, während sich der richtige Millionär Osgood in Jerry verliebt. Alles wird gut, aber – Nobody is perfect!

(Klaus Baberg)

Kritiken

„Voll ausgereizt haben Regisseur Joachim Franke und die Choreographen Johanna Freiberg und Winfried Schneider die Spielvorlage jedoch nicht. Die augenzwinkernde Leichtigkeit, die das Ganze durchzieht, ist häufig mehr vorgegeben als tatsächlich erreicht. Die Geschichte wird eher abgeliefert; eine durchgehende Intensität fehlt. […] Wenn es leider auch keine durchwegs große Leistung ist, die geboten wird, so ist die Aufführung doch höchst ansehnlich. Das Ensemble des Hauses, das sich ansonsten auch in klassischen Operetten wie ‚Frau Luna‘ oder ‚Die Fledermaus‘ zu bewähren hat, gibt sein Bestes und mitunter gelingen hinreißend dichte Szenen, die man sich schwerlich anders vorstellen kann.

[…] Das Orchester unter der Leitung von Hans Schulz-Bargin ist mit einem dicken Lob zu versehen. Die Musiker und der Dirigent hatten offenkundig großen Spaß an den temporeichen Jazzmelodien, die den zeitgenössischen Sound zwischen Charleston und Swing der frühen 30er Jahre heraufbeschwörten ohne historisierend zu werden.

[…] Nach anfänglich deutlich nuanciertem Applaus für die Darsteller kam es schließlich zu Standing Ovations für die Gesamtbelegschaft des Hauses […].“

Wolfgang Jansen: Sugar. Jule Styne’s Musical in Berlin (Ost) und Leipzig. In: Das Musicals, Die Musicalzeitschrift, Heft 21, Februar/März 1990, Seite 6-7.

Medien / Publikationen

Audio-Aufnahmen

DVD / Video

Empfohlene Zitierweise

„Sugar“ („Manche mögens heiß“). In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. https://uni-freiburg.de/musicallexikon/sugar/

Letzte inhaltliche Änderung: 21. Juli 2021.