Schulbrücken
Das Kooperationsprojekt Schulbrücken, das eine kohärenzstärkende Verbindung zwischen dem Romanischen Seminar der Universität Freiburg, dem Seminar für Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte (SAFL) sowie Freiburger Gymnasien aufgebaut hat, schließt seine 2-jährige Pilotprojektphase für die Sprachen Französisch und Spanisch mit großem Erfolg ab und befindet sich bereits in der Planungsphase einer Fortsetzung.

Dr. Caroline Pfänder, akademische Mitarbeiterin des Romanischen Seminars und Initiatorin des Projektes, sowie Gabriele Lämmle, Bereichsleiterin für moderne Fremdsprachen am SAFL, verfolgen mit den Schulbrücken für das Französische folgende Ziele, flankiert vom Kolleg*innenteam für das Spanische durch Carmen Polo vom RomSem sowie Kirsten Nienaber und Niko Hug vom SAFL:
- eine professionsorientierte Weiterentwicklung des Lehramtsstudiums im Bereich des Fremdsprachenerwerbs der romanischen Sprachen Französisch, Spanisch und Italienisch,
- die Ermittlung möglicher Bedarfe in der universitären Lehre sowie in der zweiten Ausbildungsphase,
- die Stärkung der Verbindung der ersten und zweiten Ausbildungsphase der Lehrkräfteausbildung, d.h. der Universität und dem Referendariat,
- eine kohärenzbasierte Qualitätssteigerung fremdsprachlicher Kompetenzen der Studierenden und Referendar*innen durch Unterrichtsbesuche im Schulpraxissemester und Referendariat sowie durch individuelle Sprachcoachings im Rahmen linguistischer Masterseminare mit passgenauer Rückmeldung bzgl. sprachlicher Fertigkeiten im Unterrichtskontext.
Die Rückmeldungen der Studierenden, Praktikant*innen und Referendar*innen zeigen, welchen persönlichen Gewinn sie sowohl durch das individuelle Feedback als auch das sich an den Unterrichtsbesuch anschließende Coaching mittels themenspezifischer Selbstlerndossiers ausmachen konnten:
- im Lehr-Lernsetting auf Fehler in der zielsprachlichen Kompetenz aufmerksam gemacht zu werden und anschließend (auch begleitet) gezielt daran arbeiten zu können;
- eine unmittelbare Verzahnung von Schule, Uni und SAFL erleben zu dürfen, die als wichtiger Schritt in Richtung professionsorientierter Sprachpraxis verstanden und als kohärenzstiftend empfunden wird, da Theorie und Praxis zusammenkommen;
- eigene Stärken zu erkennen und Entwicklungsbereiche zu identifizieren;
- als Referendarin von einem kompetenten Team aus Kolleginnen der beiden Ausbildungsphasen aus dem Bereich Didaktik und Linguistik zu profitieren.
Auch perspektivisch soll die der Kohärenz der Ausbildung zuträgliche Brücke zwischen Romanischem Seminar, Gymnasien und SAFL fortan weiterbestehen, indem ab Sommersemester 2026 die Fortsetzung gemeinsamer Unterrichtsbesuche im Referendariat geplant und damit eine nachhaltige Qualitätsentwicklung in der Lehrkräfteausbildung gewährleistet sind.