Studieninhalt
Gegenstand der Sozial- und Kulturanthropologie ist alles Menschliche. Im Studium beschäftigen Sie sich mit kulturellen und sozialen Prozessen in unterschiedlichsten Kontexten an verschiedenen Orten der Welt und erlernen, diese zu beschreiben, zu vergleichen und zu interpretieren.
Die einführenden Module machen Sie mit den zentralen Arbeitsweisen des Faches vertraut und sensibilisieren Sie für die vielfältigen Verflechtungen lokaler Lebenswelten mit globalen Zusammenhängen. Sie werden mit den historischen Wurzeln des Faches, seiner gegenwärtigen Ausprägungen und Zukunftsvisionen vertraut gemacht. Sie lernen exemplarische Anwendungsfelder kennen und machen erste eigene Erfahrungen mit empirischen sozial- und kulturanthropologischen Forschungsmethoden. Zur „Einführung in spezifische Sachgebiete“ stehen Ihnen die vier Sachgebiete Politik/ Soziale Beziehungen, Wirtschaft, Mensch-Umwelt-Beziehungen und Religion zur Wahl, von denen zwei zu wählen sind. Diese Lehrveranstaltungen vermitteln grundlegende Begriffe, Konzepte, Theoriediskussionen und aktuelle Streitpunkte in den jeweiligen Bereichen.
Im Modul „Ausgewählte Themenbereiche der Sozial- und Kulturanthropologie“ werden Sie anhand regional, thematisch oder theoretisch fokussierter Themen exemplarisch in allgemeine Denkweisen und Ansätze der Sozial- und Kulturanthropologie“ eingeführt und erhalten multiperspektivische Einblicke in konkrete Themenfelder. Die Inhalte der konkreten Lehrveranstaltungen variieren von Semester zu Semester, wobei sie sich an aktuellen Forschungsthemen und den Interessen der Studierenden orientieren. Ähnlich variabel ist das Lehrangebot in den Fortgeschrittenen-Modulen „Vertiefung sozial- und kulturanthropologischer Fragestellungen I & II“, die der intensiven Auseinandersetzung mit thematischen Fragestellungen dienen. Dabei erlernen Sie eigene theoretische Analysen zu entwickeln, wissenschaftliche Positionen oder Problemlösungen zu formulieren und diese argumentativ zu vertreten.
Im Rahmen der Wahlpflichtmodule „Studienprojekt“ / „Berufspraxis“ / „Sozial- und Kulturanthropologisches Studium an einer Hochschule im Ausland“ können Sie eigene regionale und inhaltliche Schwerpunkte setzen und schon während des Studiums ein individuelles Profil entwickeln. Sie können zwischen den Formaten Übungsforschung, Praktikum oder Auslandssemester wählen. Dabei kann die Übungsforschung sowohl selbstorganisiert als auch im Rahmen einer internationalen Tandem-Lehrforschung mit der Gadjah Mada Universität Yogyakarta (UGM) in Indonesien durchgeführt werden.
Berufsperspektiven
Im Studiengang Sozial- und Kulturanthropologie erwerben Sie methodische, theoretische und praxisorientierte Kompetenzen, die Sie für vielfältige, gesellschaftlich relevante Arbeitsfelder in einer globalisierten Welt qualifizieren. Sie erhalten Einblicke in die Vielfalt menschlichen (Zusammen-)Lebens, entwickeln Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen und setzen sich mit zentralen Achsen globaler Ungleichheit auseinander. Durch mögliche Auslandsaufenthalte und Studienprojekte erweitern Sie Ihre interkulturelle Kompetenz und stärken Ihre Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Zudem lernen Sie, wissenschaftliche Fachtexte zu analysieren, eigene Forschungsprojekte zu planen und durchzuführen sowie deren Ergebnisse anschaulich aufzubereiten.
Am Ende des Studiums sind Sie in der Lage, sozial- und kulturanthropologische Perspektiven anzuwenden und sozial- wie kulturwissenschaftliche Kompetenzen – darunter analytisches Denken, interkulturelle Sensibilität, Multiperspektivität und Reflexivität – gezielt in der beruflichen Praxis einzusetzen.
Mögliche Tätigkeitsfelder umfassen u.a.:
- Dokumentationseinrichtungen (Bibliotheken, Recherche, Archive)
- Entwicklungshilfe
- Erwachsenenbildung
- Forschung (Wissenschaftliche/r Mitarbeit/Dienst, internationale Forschungsprojekte etc.)
- Internationale und supranationale Organisationen und Institutionen
- Internationale Zusammenarbeit
- Journalismus
- Kulturmanagement und Kulturvermittlung (Planung von Konferenzen und Ausstellungen)
- Medien (Fernsehen, Onlinemedien, Radio und Rundfunk)
- Migrationsbereich
- Museen (Kurator*in, Museumspädagogik) / Gedenkstätten
- Non-Governmental Organizations / Vereine / Verbände / Stiftungen
- Öffentliche Kulturarbeit
- Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations)
- Printmedien (Redakteur*in, Herausgeber*in)
Mögliche Fächerkombinationen
Eine Übersicht aller Kombinationsfächer zum Fach Sozial- und Kulturanthropologie:
- Archäologische Wissenschaften
- Betriebswirtschaftslehre
- Bildungswissenschaft und Bildungsmanagement
- Empirische Kulturwissenschaft
- English and American Studies/Anglistik und Amerikanistik
- Geographie
- Germanistik: Deutsche Literatur
- Geschichte
- Islamwissenschaft
- Judaistik
- Katholisch-Theologische Studien
- Klassische Philologie
- Klassische und Christliche Archäologie
- Kognitionswissenschaft
- Kunstgeschichte
- Musikwissenschaft
- Philosophie
- Politikwissenschaft
- Psychologie
- Romanische Sprachen und Literaturen
- Sinologie
- Skandinavistik
- Soziologie
- Sprachwissenschaft des Deutschen
- Volkswirtschaftslehre
- Vorderasiatische Altertumskunde
Im Rahmen des Studiengangs Bachelor of Arts können die Hauptfächer statt mit einem der o.g. Nebenfächer auch mit einem der drei von der Hochschule für Musik Freiburg angebotenen Nebenfächer Gehörbildung, Musikphysiologie und Musiktheorie kombiniert werden, die jeweils einen Leistungsumfang von 40 ECTS-Punkten haben. Im Falle einer solchen Kombination gilt für das Studium des on der Hochschule für Musik Freiburg angebotenen Nebenfachs die betreffende Prüfungsordnung der Hochschule für Musik Freiburg.
Informationen zur Eignungsprüfung für die Nebenfächer Gehörbildung, Musikphysiologie und Musiktheorie.
Satzung und Prüfungsordnung
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Zulassungs- und Immatrikulationsordnung (ZImmO)
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Prüfungsordnung B.A.: Rahmenordnung
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Prüfungsordnung B.A.: Anlage A
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Prüfungsordnung B.A.: Sozial- und Kulturanthropologie (Hauptfach)
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Prüfungsordnung B.A.: Anlage C
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Satzung über ergänzende Regelungen zum Zulassungs- und Prüfungsrecht
Bei den auf dieser Seite vom Dezernat 5 - Recht zur Verfügung gestellten Fassungen von Satzungen (insbesondere Zulassungsordnungen und Auswahlsatzungen sowie Studien- und Prüfungsordnungen) handelt es sich überwiegend um sogenannte Lesefassungen. Das heißt, in den Text der ursprünglichen Satzungen wurden jeweils alle nachfolgend vom Senat der Universität beschlossenen Änderungen eingearbeitet; bei den Bachelor- und Masterprüfungsordnungen handelt es sich in der Regel um Ausschnitte der jeweiligen Prüfungsordnung (Rahmenprüfungsordnung, fachspezifische Bestimmungen und Anlagen).
Alle Lesefassungen wurden mit großer Sorgfalt erstellt. Gleichwohl kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass hierbei unbemerkt Fehler unterlaufen sind. Rechtlich verbindlich sind daher allein die amtlich bekanntgemachten, das heißt in den Amtlichen Bekanntmachungen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau bzw. bis zum Jahr 2000 im Amtsblatt des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums veröffentlichten Satzungen und Änderungssatzungen.
