Sommersemester 2026
Wintersemester 2025/26
Prof. Dr. Alexis Fritz ist neuer Vertrauensdozent des KAAD an der Universität Freiburg.
Der KAAD, das Stipendienwerk der katholischen Kirche in Deutschland, fördert Nachwuchskräfte aus Afrika, Asien, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Osteuropa durch akademische (Postgraduierten-) Studien und Forschungsaufenthalte – mit dem Ziel, dass sie Führungsaufgaben bei der gesellschaftlichen, technischen und kulturellen Entwicklung ihres Landes wahrnehmen können.
Seit Januar 2026 ist Prof. Dr. Fritz Vertrauensdozent für die Stipendiaten*innen der Universität Freiburg. Vertrauensdozent*innen sind für die Geförderten des KAAD wichtige Bezugspersonen an ihrem jeweiligen Hochschulstandort. In dieser Rolle unterstützen sie die Stipendiat*innen und Stipendiaten im akademischen Alltag, stehen in persönlichen oder fachlichen Belastungssituationen beratend zur Seite und helfen, Wege im universitären System transparent zu machen. Durch ihre fachliche Expertise und ihre institutionelle Einbindung tragen sie zudem zur Vermittlung bei Konflikten bei und fördern den interkulturellen und geistigen Austausch vor Ort. Für das Stipendienprogramm des KAAD ist dieses Engagement von zentraler Bedeutung.


Im Rahmen eines gemütlichen, vorweihnachtlichen Beisammenseins aller Mitarbeitenden der Professuren für Moraltheologie, Mittlere und Neuere Kirchengeschichte sowie Religionspädagogik wurde  Simon Jäger als studentische Hilfskraft verabschiedet.
Simon ist der „dienstälteste“ Mitarbeiter der Moraltheologie und hat gerade in herausfordernden Zeiten stets wertvolle Unterstützung geleistet.
Wir danken Simon von Herzen für seine engagierte Mitarbeit, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft. Für seinen weiteren Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und Gottes Segen.

Neuste Veröffentlichungen von Prof. Alexis Fritz

Fritz, A. et al. (2025). Natur und Vernunft: Zur Wiederentdeckung naturrechtlichen Denkens in der Ethik. De Gruyter Berlin u.a.
Die Idee, dass das moralisch Gute in einer Beziehung zur Natur des Menschen steht, wird im Rahmen naturrechtlichen Denkens auf vielfältige Weise entfaltet. Dabei sind sowohl die Möglichkeit einer grundsätzlichen ethischen Orientierung an der menschlichen Natur als auch der zugrunde gelegte Naturbegriff, die Rolle der Vernunft sowie die Reichweite und der Gehalt solcher aus der Natur sich ergebenden Verbindlichkeiten höchst umstritten. Neben reich ausgearbeiteten naturrechtlichen Theorien innerhalb von Theologie und Philosophie haben diese Fragestellungen auch vehemente Kritik hervorgerufen.
Während insbesondere im angelsächsischen Raum Potentiale und Grenzen des Naturrechts kritisch-konstruktiv diskutiert werden, zeigt sich in der deutschsprachigen Diskussionslandschaft bislang zumeist eine zurückhaltende Skepsis gegenüber dieser Thematik. Daher regt der vorliegende Band eine neue Debatte über naturrechtliche Theorien an. Gegliedert in drei Sektionen informiert er über historischen Ursprüngen, naturrechtliche Denkformen, bedenkt die systematisch relevanten Fragen und expliziert anhand von Anwendungsperspektiven die Aktualität des Naturrechts. (De Gruyter Verlag)
In diesem Band der Beitrag von Prof. Dr. Fritz:
Fritz, A. (2025). Naturrecht und der Vorwurf des naturalistischen Fehlschlusses: Herausforderungen und Bedeutsamkeit in der Ethik. In A. Fritz et al. (Hrsg.), Natur und Vernunft. De Gruyter.
Der Beitrag untersucht den Vorwurf des „naturalistischen Fehlschlusses“ im Kontext naturrechtlicher Ethiken. Dieser Vorwurf, wonach normative Aussagen nicht aus deskriptiven ableitbar sind, wird bei Hume (logisch) und Moore (semantisch) begründet. Zugleich zeigt sich: Moralische Überzeugungen beanspruchen Wahrheitsfähigkeit, Realitätsbezug und Motivation. Statt den Fehlschlussvorwurf als Abbruchargument zu verwenden, wird vorgeschlagen, die Beziehung von Sein und Sollen über synthetische, nicht rein analytische Begründungen neu zu denken.

Fritz, A., Brandt, W., & Kießig, A. (2025). KI in der bildgebenden Diagnostik verantwortet vertrauen: Erfahrungen aus Radiologie und Pathologie ethisch diskutiert. Ethik in der Medizin.
https://doi.org/10.1007/s00481-025-00878-1
In der medizinischen Diagnostik unterstützen zunehmend KI-basierte Assistenzsysteme die Ärzt:innen. Dies wirft die Frage auf, ob Verantwortung übernommen werden kann, wenn das Zustandekommen der Diagnose nicht vollständig verstanden wird. Qualitative Interviews mit Radiolog:innen und Patholog:innen zeigen: Vertrauen in KI entsteht nur bei Kontrollmöglichkeit. Kontrolle bildet die Grundlage für begründetes, nicht blindes Vertrauen und kann die epistemische Bedingung von Verantwortung erfüllen. Ärzt:innen sollten daher die Expertise der KI kontinuierlich prüfen, über ein informationstechnologisches Grundverständnis verfügen und flankierend sollten Entwickler:innen stärker haftungsrechtlich eingebunden werden.

Fritz, A. (2025). Das Kreuz mit der Freiheit – Sollen wir wollen, was wir können? Zur Selbstbestimmung in der genetischen Diagnostik. In C. Hillgruber et al. (Hrsg.), Zum Fest der Freiheit: Gedächtnisschrift für Eberhard Schockenhoff (S. 411–430). Zeitschrift für Lebensrecht, Beiheft 2. https://doi.org/10.3790/978-3-428-58516-8.2025.219376
Der Beitrag untersucht das Spannungsfeld zwischen technischer Machbarkeit, Selbstbestimmung und Verantwortung in der genetischen Diagnostik. Am Beispiel des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) wird gezeigt, dass Autonomie häufig einseitig verstanden und über andere moralische Güter gestellt wird. In Auseinandersetzung mit Eberhard Schockenhoff, Thomas Pröpper, Otfried Höffe und Geert Keil wird Selbstbestimmung als Freiheitsprinzip gefasst, das andere Freiheit unbedingt anerkennen muss. Verantwortete Selbstbestimmung verbindet Handlungsfreiheit mit moralischer und sozialer Verantwortung. Sie zeigt, dass philosophisch-ethische und theologisch-ethische Begründungen einander ergänzen, wenn es um die Achtung der unbedingten Würde jedes Menschen geht.
Wissenschaftlicher Vortrag von Prof. Fritz

Der Vortrag von Prof. Dr. Fritz beleuchtet den Fall der Juristin „Frauke Brosius‑Gersdorf“, Mitglied der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und nominierte Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, deren juristische Position zum § 218 StGB massive öffentliche Anfeindungen auslöste. Er zeigt, wie wissenschaftliche Expertise in politische Konflikte gerät und welche Verantwortung daraus erwächst. Mit Bezug auf „Roger Pielke“, „Alexander Bogner“ und „Helen Longino“ wird diskutiert, wie Beratung durch Transparenz, Kritikfähigkeit und Selbstbegrenzung wissenschaftlich glaubwürdig bleiben kann.
Fachtagung zur Zukunft zum 100-jährigen Jubiläum der Caritaswissenschaft in Freiburg
IV. Das Ethos von Caritas und Diakonie – ethische Fragen
Freitag, 14.11.2025
Der Beitrag von Prof. Dr. Alexis Fritz unter dem Titel Christliches Ethos in Diensten und Einrichtungen Realisieren – ethisch Entscheiden analysiert, wie christliches Ethos in deutschen Gesundheitseinrichtungen praktisch umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen kirchlichem Auftrag und staatlich geregelter Gesundheitsversorgung. Erörtert werden normative Grundlagen – von der katholischen Soziallehre bis zu sozialstaatlichen Prinzipien – sowie zwei zentrale Herausforderungen: die Verwirklichung unentgeltlicher Hilfeleistung im ökonomisierten Gesundheitsmarkt und die Wahrung einer erkennbar christlichen Identität unter pluralen und säkularen Bedingungen. Der Vortrag zeigt, wie kirchliche Organisationen durch reflektierte Organisationskultur, soziale Verantwortung und Orientierung an Menschenwürde Glaubwürdigkeit und ethische Integrität sichern können.

„Ethik ohne Gott?“
Der Vortrag untersucht die Rolle religiöser Sprache und Gottesbezüge in einer säkular geprägten Öffentlichkeit. Ausgangspunkt ist die politische Instrumentalisierung religiöser Narrative, etwa in den USA oder bei kulturkämpferischen Themen hierzulande. Analysiert wird, wie religiöse Ausdrucksformen verschwinden und in säkulare Begriffe übersetzt werden. Auf dieser Basis fragt der Beitrag, ob eine Ethik mit Gott noch möglich ist. Im Dialog mit Moralphilosophie und Theologie zeigt er, dass religiöse Überzeugungen Sinn, Motivation und Tiefe moralischen Handelns erschließen können.
Impressionen der Antrittsvorlesung
Hier einige Impressionen der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alexis Fritz und Prof. Dr. Daniela Blum am 17. Oktober 2025









Exkursion 15. Oktober 2025
Im Oktober findet in Heidelberg die Herbsttagung des Deutschen Ethikrats statt. Dabei wird es um Fragen rund um das Thema „Wissen und Macht – Wissenschaft in Politik und Gesellschaft“ gehen.
Alle interessierten Studierenden können im Rahmen des Hauptseminars daran teilnehmen. Mehr dazu in HisInone und
https://www.ethikrat.org/veranstaltungen/tagungen/wissen-und-macht/


„Geschichte mit Gott?“ und „Ethik ohne Gott?“ Zu diesen Themen werden am Freitag, den 17.10.2025 Frau Prof. Dr. Daniela Blum und Herr Prof. Dr. Alexis Fritz ihre Antrittsvorlesung halten.
Alle Studierenden und Interessierte sind jetzt schon herzlichst dazu eingeladen.
Vor fast genau 5 Jahren ist der Prof. Dr. Eberhart Schockenhoff verstorben, der die Freiburger Professur für Moraltheologie nicht unerheblich geprägt hat. Zu diesem Anlass wurde im Duncker&Humblot Verlag eine Gedächtnisschrift veröffentlicht, die Artikel zahlreicher (Moral)Theologen enthält. Unter dem Titel „Das Kreuz mit der Freiheit – sollen wir wollen, was wir können? Zur Selbstbestimmung in der genetischen Diagnostik“ ist auch ein interessanter Artikel von Prof. Fritz enthalten.
Weiter Informationen unter:

Sommersemester 2025

Mai 2025
Renovierung abgeschlossen
Die Renovierung der Räume der Moraltheologie ist inzwischen abgeschlossen und Raum 1309 kann nun wieder von allen Studierenden genutzt werden.
Wir bitten um die Beachtung der, an den Türen angebrachten Hinweise!
Wir begrüßen…

Wir freuen uns, dass seit Mitte Februar die Stelle im Sekretariat der Professur für Moraltheologie neu besetzt ist. Wir begrüßen Barbara H. Müller, die als Sekretärin an den Professuren für Moraltheologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte arbeiten wird. Gleichzeitig bedanken wir uns herzlich bei Frau Dr. Maria Senoglu für die langjährige gute Zusammenarbeit.
Seit 01.03.2025 ist auch die Stelle des Wissenschaftlichen Assistenten an der Professur für Moraltheologie wieder besetzt. Wir wünschen Herrn Kilian Derau einen schönen Start und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.
