Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Kleeblatts

Forschung

Methodische Schwerpunkte

Unsere Forschung verbindet die Entwicklung moderner quantitativer Methoden mit konkreten Anwendungsfragen aus der Psychologie. Wir beschäftigen uns mit der Messung menschlicher Eigenschaften, der statistischen Modellierung psychologischer Prozesse sowie mit dem Design, der Auswertung und der Interpretation empirischer Studien. Dazu gehören unter anderem Längsschnitt- und Panelanalysen, Strukturgleichungsmodelle, Modelle für Veränderungsprozesse, Kausalinferenz und Simulationen zur Prüfung und Weiterentwicklung statistischer Verfahren.

Veränderung über die Zeit verstehen

Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Veränderungen über die Zeit. Viele psychologische und gesundheitliche Prozesse verlaufen dynamisch und unterscheiden sich von Person zu Person. Deshalb interessieren uns sowohl Unterschiede zwischen Personen als auch Unterschiede innerhalb von Personen. Zeit ist dabei ein zentraler Faktor, genau wie der adäquate Umgang mit Heterogenität und der übergeordneten Frage, wie sich komplexe Zusammenhänge optimal modellieren lassen.

Psychische und körperliche Gesundheit

Inhaltlich ist unsere Forschung eng mit Fragen der psychischen und körperlichen Gesundheit verbunden. Wir untersuchen unter anderem Zusammenhänge zwischen psychischer Belastung, Resilienz, Stress und gesundheitsbezogenem Verhalten. Weitere Schwerpunkte liegen auf körperlicher Aktivität, motorischer Leistungsfähigkeit und der Entwicklung gesundheitlicher Ressourcen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Von der Methode zur Anwendung

Charakteristisch für unsere Arbeit ist die enge Verbindung von methodischer Entwicklung und inhaltlicher Anwendung. Neue statistische Verfahren entstehen bei uns nicht im luftleeren Raum, sondern im Dialog mit konkreten Fragen aus der Psychologie und allen angrenzenden Bereichen. Umgekehrt nutzen wir anspruchsvolle Modelle nicht als Selbstzweck, sondern um Wirkung präziser zu erfassen, Prozesse besser zu verstehen und Entscheidungen evidenzbasiert zu unterstützen. So möchten wir dazu beitragen, dass Evaluation nicht nur als Erfolgskontrolle verstanden wird, sondern als Instrument, mit dem sich Wirkung besser erklären, vergleichen und verbessern lässt.