Siegelement der Uni Freiburg in Form einer Blume

Freiraum auf 1.100 Meter Höhe

Freiburg, 01.04.2025

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert studentische Konzeptentwicklungen für eine Nutzung des Uni-Hauses auf dem Schauinsland.

Uni-Haus Schauinsland
Uni-Haus Schauinsland (früher Fachschaftshaus) der Universität Freiburg. Seit dem Jahr 1935 wird hier geforscht, gelehrt und gelernt. Foto: Universität Freiburg

Nur wenige universitäre Gebäude überhaupt haben eine solche Aussicht wie das Uni-Haus auf dem Schauinsland. 1934 wurde es von der Universität Freiburg im charakteristischen Schwarzwaldstil gebaut. Generationen von Alumni erinnern sich an Seminare und Hüttenwochenenden im ehemaligen Fachschaftshaus. Seit 2021 steht der Betrieb still und es fehlte bisher an einem neuen Nutzungskonzept.

Uni-Haus Freiburg – ein Co-Creation-LernLabor

Ab April 2025 fördert die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen des Programms „Freiraum 2025“ das Projekt „Uni-Haus Freiburg – ein Co-Creation-LernLabor“ für zwei Jahre mit ca. 370.000 Euro. In einem zweistufigen Verfahren überzeugte es den Ausschuss zur Projektauswahl aufgrund seines innovativen interdisziplinären Lehrkonzepts. Das Projekt wurde von Sabine Wieland-Poscher, Referentin der Kanzlerin für besondere bauliche Aufgaben eingeworben. Es verbindet Theorie und Praxis in der Lehre und stellt der Universität Freiburg wieder eine Nutzung des Gebäudes in Aussicht. Zugeordnet ist das Projekt dem Geschäftsbereich Studium und Lehre.

Ein Porträt von Michael Schwarze.

„In der Lehre sind wir immer sehr dankbar, wenn Studierende ihre theoretischen Kenntnisse in konkrete Projekte einbringen können. Ich bin schon sehr gespannt auf die Nutzungskonzepte der Studierenden für das Uni-Haus“

Prof. Dr. Michael Schwarze

Prorektor für Studium und Lehre

Studierende befassen sich mit der Frage, welche Rolle das Uni-Haus für die Universität Freiburg spielen kann

Das Co-Creation-Lernlabor wird für vier Semester eingerichtet. Nach einer Bedarfsanalyse im Sommersemester 2025, befassen sich Studierende des Instituts für Empirische Kulturwissenschaft (Prof. Dr. Markus Tauschek), des Instituts für Finanzwesen, Controlling und Entrepreneurship (Prof. Dr. Stephan Lengsfeld) und des Instituts für Nachhaltige Technische Systeme (Prof. Dr. Holger Neuhaus) zwei Semester aus ihren jeweiligen fachlichen Perspektiven mit dem Haus.

Der historische Kontext seiner Entstehung soll ebenso untersucht werden wie die Möglichkeit zukünftiger wirtschaftlicher, ökologisch nachhaltiger und energieautonomer Nutzung des Gebäudes etwa für die Lehre und Forschung. Das Co-Creation-Lernlabor ist die verbindende Klammer für die Disziplinen, um herauszufinden wie z.B. innovative Lehr-Lernkonzepte bei einer Wiederbelebung des Hauses baulich berücksichtigt werden können.

Das Zentrum für Schlüsselqualifikationen, die Verfasste Studierendenschaft wie auch die Alumni der Universität werden in die Überlegungen miteinbezogen. So ist eine Geschichtswerkstatt angedacht, durch die persönliche Erlebnisse von Ehemaligen in das Projekt einfließen sollen. Im abschließenden Sommersemester 2027 werden dann die Ergebnisse in verschiedenen Präsentationsformaten vorgestellt, ebenfalls von den Teilnehmenden erarbeitet. Geplant ist es, das gesamte Projekt in engem Austausch mit der universitären Öffentlichkeit stattfinden zu lassen.

Weitere Informationen

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) fördert 153 Projekte für innovative Lehre. Die Projekte sind aus den Anträgen zur Ausschreibung „Freiraum 2025“ ausgewählt worden. Lehrende können mit dieser Förderung neue Ideen entwickeln und erproben, einen thematischen Schwerpunkt gibt es nicht. Das gesamte Fördervolumen für die ausgewählten Projekte beträgt rund 50 Millionen Euro. Die Projekte starten ab 1. April 2025. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre engagiert sich seit 2021 bundesweit für Innovationen in Studium und Lehre.

Kontakt

Hochschul- und Wissenschaftskommunikation

Universität Freiburg
Tel.: +49 761 203 4302
E-Mail: kommunikation@zv.uni-freiburg.de