Siegelement der Uni Freiburg in Form einer Blume
  • Das Logo der Exzellenzinitiative Future Forests. Ein mit einer Fisheye-Kamera im 360 Grad Modus aufgenommener Wald.

Anpassung sozial-ökologischer Waldsysteme an den globalen Wandel

Wälder bedecken circa 30 Prozent der globalen Landfläche und erbringen zahlreiche, essentielle Ökosystemleistungen (ÖSL): Sie stellen erneuerbare Ressourcen bereit, reduzieren die Auswirkungen des Klimawandels, unterstützen die menschliche Gesundheit und bewahren die biologische Vielfalt. Angesichts des raschen Klimawandels, neuartiger Störungen und der Ansiedlung oder des Verlusts von Arten entwickeln sich große Teile der Wälder hin zu neuartigen Ökosystemen, die in der Evolutionsgeschichte keine Entsprechung haben. Es ist sehr ungewiss, inwieweit diese neuartigen Ökosysteme die gewünschten ÖSL erbringen und die biologische Vielfalt erhalten können. Veränderungen werden so schnell eintreten, dass natürliche Anpassungsprozesse zu langsam sind.

Parallel sind große gesellschaftliche Veränderungen zu erwarten, die sich aus Prozessen wie Urbanisierung, Globalisierung und Handel, Landnutzung sowie veränderten Ansprüchen in Bezug auf die Leistungen der Natur für den Menschen ergeben. Die natürliche und die soziale Sphäre sind eng miteinander verflochten, interagieren auf komplexe Weise und schaffen so unerwartete Risiken. Mit einem besseren Verständnis dieser Systemdynamik können Strategien entworfen werden, um unerwünschte Entwicklungen zu verhindern.  Daher wollen die Forschenden von Future Forests neuartige Beiträge zur Konzeptualisierung und Analyse von Wäldern als neue sozial-ökologische Systeme (SÖS) leisten.

Die Ansätze von Future Forests zur Analyse und Entwicklung von Transformationslösungen für waldbasierte SÖS werden die Grundlage für anpassungsfähigere Waldsysteme und nachhaltigere Transformationslösungen als in der Vergangenheit bilden. Diese Ansätze werden auf andere Teile der Welt und ein breites Spektrum von Ökosystemleistungen übertragbar sein.

„Future Forests“ im Überblick
(Broschüre auf Englisch)

Neuigkeiten

Future Forests Incubators

Jetzt bewerben: Dritte Förderrunde für kurzfristige Forschungsprojekte gestartet

Das Exzellenzcluster Future Forests lädt zur dritten Runde der Incubator Funds ein. Forschende können bis zu 50.000 € für kurzfristige Projekte beantragen, welche die Ziele des Clusters vorantreiben und innerhalb von neun Monaten, spätestens bis zum 30. September 2027, abgeschlossen werden. Bewerbungsfrist ist der 30. September 2026.

Antragsberechtigt sind Voll- und assoziierte Mitglieder des Clusters. Forschende anderer Institutionen können sich in Zusammenarbeit mit einem Clustermitglied ebenfalls um diese Mittel bewerben.

Die Mittel können für eine Vielzahl von Projektformaten und Aktivitäten genutzt werden – von der Unterstützung beim Übergang in frühe Karrierephasen und schnellen Reaktionen auf spezifische Ereignisse bis hin zur Initiierung von Synthesestudien, Workshops oder innovativer Wissenschaftskommunikation. Förderfähig sind unter anderem Personalkosten, Reisekosten und Ausrüstung.

Die Incubator Funds werden durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung für das Exzellenzcluster Future Forests finanziert.

Proposal Form

Erste Generalversammlung

Forschende des Exzellenzclusters Future Forests vernetzten sich international

Ende Juli 2026 trafen sich in Staufen die Forschenden des Exzellenzclusters Future Forests mit Vertreter*innen von Förderinstitutionen des Clusters zur ersten Generalversammlung. Im Zentrum standen der Austausch über die frisch gestarteten Forschungsprojekte, die Koordination der Zusammenarbeit der mehr als 100 Forschenden und die Frage, wie Future Forests sein Wissen aus den regionalen Fallstudien auf die internationale Ebene heben kann.

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In den Medien

Deutsche Welle

Wie können wir unsere Stadtbäume bei Dürre retten?

In einem Interview mit der Deutschen Welle appelliert Prof. Jürgen Bauhus, Sprecher von Future Forests: „Selbst wenn man nicht die ganze Wassermenge aufbringen kann, die diese Bäume eigentlich bräuchten, wäre das eine Art Nothilfe, um sie am Leben zu erhalten.“

Artikel
Das Logo der Exzellenzinitiative Future Forests. Ein mit einer Fisheye-Kamera im 360 Grad Modus aufgenommener Wald.

NZZ

Könnte der Wald in Deutschland bald ebenso heftig brennen wie diesen Sommer in Frankreich?

„Theoretisch ja. Bisher hat hauptsächlich die Anzahl der Brände zugenommen, weniger ihre Ausdehnung. Das liegt auch daran, dass in Deutschland die Überwachung von Waldbränden sehr gut ist“, sagt Prof. Jürgen Bauhus, Sprecher von Future Forests, im Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ). Darüber hinaus erklärt er, warum vor allem Kiefernwälder mit alter Munition im Boden ein hohes Waldbrandrisiko bergen.

Artikel

Baden TV Süd

Baden TV Süd berichtet über Zecken im Klimawandel

Der Regionalsender Baden TV Süd hat über unsere aktuellen Arbeiten im Rahmen des Exzellenzclusters Future Forests zur Ökologie der Zecken berichtet. Dabei ging es um die Lebensweise der Zecken, um die Folgen des Klimawandels für die Verbreitung von Zecken, sowie um Vorkehrungen zum Gesundheitsschutz. Mit dabei waren unsere neue Future Forests Doktorandin Paulina Weber-Steinhilber, unsere B.Sc.-Studentinnen Emilia Kraus und Hannah Bucher, die zu verschiedenen Aspekten der Zeckenökologie arbeiten werden, sowie Prof. Michael Scherer-Lorenzen (Professur Geobotanik, Fakultät für Biologie).

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Deutschlandfunk Kultur

Prof. Scherer-Lorenzen im Gespräch bei Deutschlandfunk Kultur

In der Sendung „Im Gespräch“ vom 21.03.2026 ging es um das Thema „Wald – Ein Sehnsuchtsort mit therapeutischer Wirkung“, in der Prof. Michael Scherer-Lorenzen, Professur Geobotanik, und Dr. Susanne Winter, Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, über den Zustand und den Erhalt unserer Wälder, sowie um die gesundheitlichen Auswirkungen von Waldaufenthalten diskutierten. Hörerinnen und Hörer stellten u.a. Fragen zur ökologisch orientierten Waldbewirtschaftung, Bedeutung von Walderlebnissen für Kinder, sowie nach Möglichkeiten, Biodiversität in die Gestaltung von Gebäuden und Schulen zu integrieren. Dabei konnte auf Ergebnisse unseres Dr.Forest Projektes (https://www.dr-forest.eu/) und die zukünftigen Aktivitäten im Exzellenzcluster Future Forests eingegangen werden.

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Baden TV Süd

BadenTV Süd: Beitrag über die Exzellenzstrategie der Universität Freiburg und die Bedeutung von Future Forests

Die Universität Freiburg war eine der ersten deutschen Exzellenzuniversitäten in 2007. Nun will sie sich den renommierten Titel wiederholen. Die Exzellenzcluster CIBBS und Future Forests spielen dabei eine zentrale Rolle.

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