Man hat so lange Frieden, solange es der Nachbar will, resümierte eine Zeitgenossin aus dem frühen 16. Jahrhundert. Und kein Geringerer als Martin Luther stellte in einer seiner Predigten die Frage: Ist denn das so große Kunst, seinem Nachbarn freundlich zu seyn?
Eine berechtigte Frage, die die Menschen nicht nur heute, sondern schon vor mehr als 500 Jahren bewegt hat. Nachbarschaftskonflikte oder Mietstreitigkeiten sind nämlich keine Erfindung der Gegenwart. Blickt man in die Überlieferung des Stadtarchivs Freiburg, so wird schnell klar: Der Dreiklang „wohnen – mieten – streiten“ scheint eine überzeitliche Kategorie zu sein. Doch worum wurde eigentlich gestritten? Was störte die Freiburger Nachbar:innen an ihren Nächsten und Mitbewohner:innen?
Die Sonderausstellung widmet sich diesen Fragen und zeigt, welche Konfliktfelder Nachbarschaft prägten und wie vor über 500 Jahren das Zusammenwohnen auf engem Raum gestaltet, organisiert und Konflikte gelöst werden konnten.
Machen Sie sich mit uns im Uniseum auf die Spuren von guten und bösen Nachbarn, tauchen Sie ein in die Nachbarschaft des 15. und 16. Jahrhunderts und lernen Sie die Freiburger Bächle, die engen Gassen und Hinterhöfe von einer ganz anderen Seite kennen!
Wann: 17. April bis 20. Juli 2025
Weitere Informationen folgen in Kürze.