Studieninhalt
Der Bachelorstudiengang Musikwissenschaft im Nebenfach vermittelt grundlegende Kenntnisse der Historischen Musikwissenschaft und erschließt zugleich weitere musiktheoretische, systematische und ethnomusikologische Zugänge. Das Studium kombiniert eine Einführung in die Musikgeschichte mit methodischen und analytischen Kompetenzen und legt den Schwerpunkt auf die kritische Auseinandersetzung mit musikalischen Quellen, Praktiken und Diskursen.
Die Studierenden erhalten einen Überblick über zentrale Epochen der europäischen Musikgeschichte und setzen sich exemplarisch mit globalen Vernetzungen auseinander. Module zu Satztechnik, Musikanalyse und Quellenkunde vermitteln die handwerklichen Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Analyse, zur Interpretation musikalischer Zeugnisse sowie zur Anwendung musikwissenschaftlicher Arbeitstechniken. Ethnomusikologische Perspektiven, mediale und kulturelle Kontexte sowie die Reflexion wissenschaftlicher Diskurse erweitern den historischen Blick und sensibilisieren für transkulturelle Zusammenhänge.
Das Musikwissenschaftliche Seminar wurde 2019 grundlegend neu strukturiert. Mit der Gründung des Forschungs- und Lehrzentrums Musik (FZM) durch die Universität und die Hochschule für Musik Freiburg entstanden neue strukturelle, personelle und inhaltliche Möglichkeiten für Forschung und Lehre. Das in Kooperation entwickelte Stellentableau deckt die Bereiche Historische Musikwissenschaft, Systematische Musikwissenschaft sowie ethnologische und kulturwissenschaftliche Musikforschung umfassend ab und prägt das Studienangebot nachhaltig. Eine weitere Besonderheit ist die Kooperation mit dem Museum für historische Tasteninstrumente in Bad Krozingen, das unter anderem Leihgaben des Musikwissenschaftlichen Seminars ausstellt.
Das Nebenfach ist in dieser Struktur flexibel auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt. Für die musikhistorische Grundausbildung können Studierende aus vier Vorlesungen des Überblickszyklus drei auswählen und so ihre Inhalte in Abstimmung mit dem Hauptfach gestalten. Die exemplarische Vertiefung erfolgt über ein Seminar, das aus vier Epochen-Optionen gewählt werden kann, wodurch die in der Einführung vermittelten Methoden praxisnah eingeübt werden. Die methodische Erweiterung – in den Bereichen Satzlehre, Ethnomusikologie oder Systematik – liegt in der Hand der Studierenden, um eine optimale Passung zum Hauptfach und zu den individuellen Interessen zu gewährleisten. Ebenso bietet das Abschlussmodul „Musikkulturen, Musikmedien, Musik(wissenschafts)diskurse“ Wahlmöglichkeiten zwischen den Teilbereichen des Fachs sowie zwischen Berufs- und Wissenschaftsorientierung.
Das Nebenfach wird damit nicht statisch aufgefasst, sondern als dynamisch-individuelles Komplementärfach, das eine solide musikhistorische Grundausbildung mit methodischer Erweiterung, Flexibilität und gezielten Vertiefungsmöglichkeiten verbindet. Präsentationen, schriftliche Arbeiten und die Arbeit mit Primär- und Sekundärquellen schulen sowohl die wissenschaftliche Ausdrucksfähigkeit als auch die Fähigkeit, Wissen strukturiert und nachvollziehbar zu vermitteln.
Absolvent*innen des Bachelorstudiengangs Musikwissenschaft
- verfügen über grundlegende Kenntnisse der westlichen Musikgeschichte und sind sensibilisiert für globale musikgeschichtliche Zusammenhänge,
- beherrschen die grundlegenden Methoden der Historischen Musikwissenschaft sowie ausgewählter weiterer Teildisziplinen (Musiktheorie, Systematische Musikwissenschaft, Ethnomusikologie),
- können musikalische Quellen unterschiedlicher Art analysieren, interpretieren und kritisch einordnen,
- sind in der Lage, wissenschaftliche Arbeitstechniken selbstständig anzuwenden, Ergebnisse verständlich mündlich zu präsentieren und schriftlich zu dokumentieren,
- können die erworbenen Methoden und Kenntnisse auf praxisnahe Fragen sowie wissenschaftliche Diskurse übertragen und reflektieren.
Empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten:
- Grundlegendes Interesse an Musik: Freude an Musik aus unterschiedlichen Epochen und Kulturen.
- Basis-Notenkenntnisse: Grundverständnis von Notation und musikalischen Zusammenhängen erleichtert den Einstieg in Analyse und Satztechnik.
- Neugier und Lernbereitschaft: Offenheit für verschiedene methodische Zugänge (Historische Musikwissenschaft, Systematik, Ethnomusikologie).
- Analytisches Denken: Fähigkeit, musikhistorische und musiktheoretische Inhalte nachzuvollziehen.
- Selbstständigkeit: Bereitschaft, in Seminaren und Übungen aktiv zu arbeiten und die Inhalte eigenständig zu vertiefen.
- Flexibilität: Bereitschaft, die Inhalte mit dem Hauptfach zu koordinieren und eigene Schwerpunkte zu setzen.
Berufsperspektiven
Ein Abschluss im musikwissenschaftlichen Bereich bietet Ihnen hauptsächlich Zukunftsperspektiven in kreativen, musikpädagogischen oder wissenschaftlichen Bereichen. Dabei ist es jedoch von Vorteil, wenn Sie sich nach dem Bachelorabschluss in einem Masterstudiengang auf einen bestimmten Fachbereich spezifizieren.
Die beruflichen Perspektiven hängen zudem maßgeblich von der Wahl Ihres Hauptfaches ab.
Mögliche Berufsfelder:
- Forschung (Wissenschaftliche/r Mitarbeit/Dienst, internationale Forschungsprojekte, Dozierende*r etc.)
- Freiberuflich (Musiklehrer*in, Orchester – oder Chorleitung, Musikdramaturg*in)
- Medien (Fernsehen, Onlinemedien, Radio und Rundfunk)
- Journalismus
- Verlagswesen (Lektor*in, Recherche)
- Kulturmanagement und Kulturvermittlung (Planung von Konzerten, Konferenzen und Ausstellungen)
- Museen (Kurator*in, Museumspädagogik)
- (Musik-) Theater (Leitung und Organisation von Performances und Produktionen)
- Marketing
Für optimale Startvoraussetzungen nach dem Studium empfehlen wir allen Studierenden, während des Studiums Praktika zu absolvieren, um Berufserfahrung zu sammeln und eine Nähe zur späteren Berufspraxis zu entwickeln.
Mögliche Fächerkombinationen
Eine Übersicht aller Kombinationsfächer zum Fach Musikwissenschaft:
- Altertumswissenschaften
- Archäologische Wissenschaften
- Bildungswissenschaft und Bildungsmanagement
- Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft
- Empirische Kulturwissenschaft
- English and American Studies/Anglistik und Amerikanistik
- Ethnologie
- FrankoMedia – Französische Sprache, Literatur und Medienkultur
- Germanistik aus deutsch-französischer Perspektive
- Geschichte
- IberoCultura – Spanische Sprache, Literatur und Kultur
- Islamwissenschaft
- Judaistik
- Klassische Philologie
- Kunstgeschichte
- Musikwissenschaft
- Neuere und Neueste Geschichte
- Philosophie
- Politikwissenschaft
- Romanische Sprachen und Literaturen
- Sinologie
- Skandinavistik
- Slavistik
- Soziologie
- Vorderasiatische Altertumskunde
Satzung und Prüfungsordnung
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Zulassungs- und Immatrikulationsordnung (ZImmO)
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Prüfungsordnung B.A.: Rahmenordnung
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Prüfungsordnung B.A.: Rahmenordnung § 18
(Nur bei Studienbeginn vor dem 1. Oktober 2015 und sofern nicht Anwendung von § 18 Absatz 12 n.F. beantragt wurde)
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Prüfungsordnung B.A.: Anlage A
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Prüfungsordnung B.A.: Musikwissenschaft (Nebenfach)
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Prüfungsordnung B.A.: Musikwissenschaft (Nebenfach)
(Nur bei Studienbeginn vor dem 1. Oktober 2024; Abschluss des Studiums bis spätestens 30. September 2028)
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Prüfungsordnung B.A.: Musikwissenschaft (Nebenfach)
(Nur bei Studienbeginn zwischen dem 1. Oktober 2011 und dem 30. September 2013; Abschluss des Studiums bis spätestens 30. September 2018)
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Prüfungsordnung B.A.: Anlage A
(Nur bei Studienbeginn vor dem 1. Oktober 2011 und sofern nicht ab dem Wintersemester 2011/2012 eine Neueinschreibung für ein anderes Haupt- oder Nebenfach erfolgt ist)
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Prüfungsordnung B.A.: Rahmenordnung
(Nur bei Studienbeginn vor dem 1. Oktober 2011 und sofern nicht ab dem Wintersemester 2011/2012 eine Neueinschreibung für ein anderes Haupt- oder Nebenfach erfolgt ist)
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Prüfungsordnung B.A.: Musikwissenschaft (Nebenfach)
(Nur bei Studienbeginn zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 30. September 2011)
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Prüfungsordnung B.A.: Anlage D
(Nur bei Studienbeginn vor dem 1. Oktober 2011 und sofern nicht ab dem Wintersemester 2011/2012 eine Neueinschreibung für ein anderes Haupt- oder Nebenfach erfolgt ist)
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Satzung über ergänzende Regelungen zum Zulassungs- und Prüfungsrecht
Bei den auf dieser Seite vom Geschäftsbereich Recht zur Verfügung gestellten Fassungen von Satzungen (insbesondere Zulassungsordnungen und Auswahlsatzungen sowie Studien- und Prüfungsordnungen) handelt es sich überwiegend um sogenannte Lesefassungen. Das heißt, in den Text der ursprünglichen Satzungen wurden jeweils alle nachfolgend vom Senat der Universität beschlossenen Änderungen eingearbeitet; bei den Bachelor- und Masterprüfungsordnungen handelt es sich in der Regel um Ausschnitte der jeweiligen Prüfungsordnung (Rahmenprüfungsordnung, fachspezifische Bestimmungen und Anlagen).
Alle Lesefassungen wurden mit großer Sorgfalt erstellt. Gleichwohl kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass hierbei unbemerkt Fehler unterlaufen sind. Rechtlich verbindlich sind daher allein die amtlich bekanntgemachten, das heißt in den Amtlichen Bekanntmachungen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau bzw. bis zum Jahr 2000 im Amtsblatt des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums veröffentlichten Satzungen und Änderungssatzungen.
