Projekte
Laufende Projekte
GRK 2571
Imperien. Dynamischer Wandel, Temporalität und nachimperiale Ordnungen
Das Graduiertenkolleg untersucht im interdisziplinären Verbund imperiale Temporalstrukturen, Reflektionen darauf und deren bewusste Manipulation in Zeiten dynamischen Wandels, in Übergängen zwischen Imperien und in nachimperialen Ordnungen. In dem Projekt untersucht die Alte Geschichte diese Themen gemeinsam mit anderen Epochen und Disziplinen. Von 2020–2024 war Prof. Dr. Peter Eich als Sprecher des Graduiertenkollegs tätig. Seit dem 01.11.2024 hat Prof. Dr. Sitta von Reden das Amt inne.

ConTrans
Constitution as Practice in Times of Transformation

Verfassungen beruhen auf sozialen Praktiken, die sie zu einem Faktor im Prozess der Anpassung von Gesellschaftsordnungen machen. Diese Dimension wird in Zeiten wirtschaftlicher, sozialer und politischer Veränderungen und Krisen besonders deutlich. ConTrans bringt hierfür erstmalig Perspektiven aus unterschiedlichsten Disziplinen in einem umfassenden interdisziplinären und langfristigen Versuch zusammen, Verfassungen als soziale Praktiken zu untersuchen. Am Seminar ist Prof. Dr. Sitta von Reden Ansprechpartnerin für diesbezügliche Projekte.
Menschliches Miteinander in der Stadt und im Kloster
Studien zu rechtlichen und sozialen Interaktionen von Menschen zwischen Hellenismus und Spätantike
Das von der DFG im Heisenberg-Programm geförderte Forschungsprojekt unter der Leitung von PD Dr. Alexander Free untersucht rechtliche und soziale Interaktionen zwischen Hellenismus und Spätantike in urbanen und monastischen Räumen. Im Zentrum stehen Alexandria, Pergamon und Athen, deren mentale Stadtbilder anhand literarischer, epigraphischer und papyrologischer Quellen rekonstruiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse einer Edition von ca. 450 spätantiken Papyri aus Oxyrhynchos (4.–7. Jh.), die Einblicke in Alltagsleben, Verwaltung und Recht bieten. Ergänzend werden anhand altsyrischer Überlieferungen soziale Dynamiken monastischer Gemeinschaften am Beispiel des Klosters Bet ’Abe untersucht.

Suizid als Prisma
Liminale Perspektiven auf die frühe Geschichte Chinas (400 v. Chr. – 400 n. Chr.)

Trotz der weithin anerkannten Bedeutung und des Potenzials des Themas Suizid in der chinesischen Geschichte wurde es im Hinblick auf die Periode der Antike und des Frühmittelalters bisher kaum behandelt. Anstatt bestehenden Tendenzen zur Vereinfachung zu folgen, schlägt das DFG-Projekt unter der Leitung von Dr. Kathrin Leese-Messing eine nuancierte, historisierende Analyse vor, die Pluralität und Wandel in den Suizidpraktiken und -vorstellungen der Antike in den Vordergrund stellt.
Auswahl abgeschlossener Projekte
BaSaR – Beyond the Silk Road
Im Rahmen dieses Projektes konnte eine multidisziplinäre, globale Perspektive auf wirtschaftliche Entwicklung und transimperialen Austausch entwickelt werden. Dabei wurde der Afro-Eurasische Raum zwischen 300 v. Chr. und 300 n. Chr. in den Blick genommen. Ergebnisse des von 2017–2023 durch den Europäischen Forschungsrat geförderten Projektes wurden in dem dreibändigen Handbook of Ancient Afro-Eurasian Economies veröffentlicht. Die Leitung oblag Prof. Dr. Sitta von Reden.

SFB 948: Helden – Heroisierungen – Heroismen

Das Ziel des SFB 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ ist die Untersuchung des Heroischen von der Antike bis zur Gegenwart in einer transdisziplinären, kulturhistorisch-sozialen Perspektive. Die Alte Geschichte arbeitete hier mit der Bedeutung des Heroischen im interkulturellen Hellenismus und im politischen und interkulturellen Spannungsfeld der imperialen römischen Welt. Eines der Ergebnisse des Projektes ist eine von Prof. Dr. Peter Eich verfasste Biografie Gregors des Großen.
Digitalisierung des Münzbestandes
Seit Herbst 2016 ist das Seminar für Alte Geschichte Teil des NUMiD-Netzwerkes und konnte dadurch ein großes Digitalisierungsprojekt starten. Bis 2020 wurden alle Bestände der Münzsammlung der Universität online in einen interaktiven Münzkatalog eingepflegt, der laufend mit neuen Datensätzen ergänzt wird. Dadurch sind die Bestände der Münzsammlung des Seminars für Alte Geschichte auch mit den großen internationalen Portalen OCRE und CRRO verbunden und darüber auffindbar.

Connecting – Editing – Programming – Learning
Sowing the Seeds for Joint Teaching and Research in Digital Papyrology, Philology and Ancient History in the European Campus

Das trinationale Projekt CEPL ist ein Forschungs- und Lehrkonsortium an der Freiburger Papyrussammlung. Es verfolgt das Ziel, neue gemeinsame Forschungsperspektiven zu entwickeln, zusammen an der Lehre im Bereich der Papyrologie, der Geschichte und des Programmierens zu arbeiten und Möglichkeiten zur Einführung eines trinationalen Lehrprogrammes im Bereich historischer Studien mit antiken Papyri zu erkunden.