Ein transdisziplinäres Projekt für eine sozial robuste Wärmewende

Willkommen!

Die Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung stellt uns als Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Städten und Gemeinden kommt bei dieser Aufgabe derzeit eine wichtige Schlüsselrolle zu: Sie müssen den Umbau der Wärmeversorgung koordinieren und so Planungssicherheit für alle Akteure schaffen.

Das Projekt „Wärmeplanung robust implementieren – W-rob“ unterstützt kommunale Akteure dabei, die aktuell größten Herausforderungen in Bezug auf die Wärmeplanung bestmöglich zu bewältigen – im Sinne einer sozial robusten Implementierung der Wärmeplanung. Das heißt:

  1. die Planungen werden methodisch nachvollziehbar, transparent und rechtssicher durchgeführt (Prozessgestaltung)
  2. die Ergebnisse werden akzeptiert und nicht als ungerecht angesehen (Inhalte/Ergebnisse)
  3. Auch private, nicht direkt regulierte Akteure beteiligen sich vertrauensvoll und zeitnah an der Umsetzung lokal priorisierter Maßnahmen (Aktivierung zur Umsetzung).

Aktuelles

Z

08.06.2026

Zwischenergebnisse von W-rob: Elf Kurzstudien zur sozial robusten Wärmeplanung

Das Projektteam hat als Zwischenergebnis der bisherigen Arbeit von W-rob elf Kurzstudien zu Schlüssel-Herausforderungen einer sozial robusten Implementierung der Wärmeplanung erarbeitet.
Grundlage der Kurzstudien sind Erkenntnisse aus Befragungen, Interviews, Literaturrecherchen und gemeinsamen Workshops mit zahlreichen Praxispartner:innen.

Zu den Kurzstudien

17.06.2026

Kernteam-Treffen in Marburg

Am 08. und 09. Juni 2026 traf sich das W-rob-Kernteam (Uni Freiburg, Uni Marburg, next economy lab) in Marburg für Rückblick, Austausch und Planung.
Über die Hälfte unseres Projektes „Wärmeplanung robust implementieren“ liegen bereits hinter uns. Der richtige Moment, um innezuhalten: Was haben wir erreicht? Und wo wollen wir noch hin? 
Ein besonderes Highlight für viele von uns war die Art, wie unsere Praxispartner:innen an den elf Kurzstudien mitgewirkt haben, die wir als erste Projekt-Ergebnisse veröffentlichen konnten. Danke an alle Beteiligten!
Nun sind wir gespannt auf die Planung und Umsetzung der für die Praxis ko-kreativ entwickelten Interventionen in unseren drei Modellkommunen:
Bad Nauheim: Vertrauen in die Wärmeplanung sichern trotz Planungsunsicherheiten und komplexer Ausgangslage in der Innenstadt
Freiburg: Kosten, Preisentstehung und Preisentwicklung von Fernwärme transparent und vertrauensgewinnend kommunizieren
Interkommunal: Die Wärmewende auch bei kommunaler Finanzknappheit absichern.
Aber nicht nur der planende Blick nach vorne hat uns beschäftigt. Auch der inhaltliche Austausch kam nicht zu kurz. Im Kolloquium am zweiten Tag diskutierten wir Themen vom veränderten Rechtsrahmen der Wärmewende über Motivation und Hemmnisse der Zielgruppen bis hin zu einem transdisziplinären Konzept der sozial robusten Wärmeplanung.
Wieder einmal wurde deutlich: Wenn unterschiedliche Disziplinen und Praxis gemeinsam auf dasselbe Problem schauen, entstehen neue Perspektiven, die niemand allein liefern könnte. Genau das macht dieses Projekt aus.

Häuser, Bäume und Felder im Smog gehüllt

Projekt

Das Projekt „Wärmeplanung robust implementieren – W-rob“ unterstützt kommunale Akteure dabei, die aktuell größten Herausforderungen in Bezug auf die Wärmeplanung bestmöglich zu bewältigen – im Sinne einer sozial robusten Implementierung der Wärmeplanung.

Netzwerk

Das Kernteam von W-rob sind u.a.:

  • apl. Prof. Dr. Philipp Späth (Universität Freiburg)
  • Prof. Dr. Cathrin Zengerling (Universität Freiburg)
  • Prof. Dr. Sören Becker (Philipps-Universität Marburg)
  • Hannah Stroebel (NELA e.V. Next Economy Lab)

Auftragnehmer sind:

  • Baumann Rechtsanwälte
  • Stadtwerke Konstanz GmbH
  • Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe
  • GEF Ingenieur AG

Praxispartner sind:

  • 11 Städte in BW, Hessen und NRW
  • 4 Energieagenturen: KWW, KEA-BW, UEA Kreis Karlsruhe, EA-Regio Freiburg
  • BadenovaWÄRMEPLUS

Ergebnisse

Das Projekt erarbeitet folgende Ergebnisse:

  • Jeweils spezifisch formulierte, praxisnahe Handlungsempfehlungen für Planungsverantwortliche, Netzbetreiber und zivilgesellschaftliche Gruppen zur robusten Gestaltung von Prozess, Inhalt und Umsetzung der Wärmeplanung.
  • Politikempfehlungen: Regulierungsoptionen, welche die Dekarbonisierung erleichtern.
  • Kommunikation weiterer Forschungsbedarfe.

Als Zwischenergebnis der bisherigen Arbeit von W-rob hat das Team gemeinsam mit den Praxispartner*innen die folgenden Kurzstudien zu Schlüssel-Herausforderungen einer sozial robusten Implementierung der Wärmeplanung erarbeitet. Grundlage dieser Kurzstudien sind Erkenntnisse aus Befragungen, aus Interviews, Literaturrecherchen und den gemeinsamen Workshops mit den Praxispartner*innen.

Baustelle mit offen gelegten Rohren