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Forschungsprofil der Universität

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Als Volluniversität mit einem breiten Spektrum an Disziplinen setzt die Universität Freiburg auf die Bündelung von Forschungsinteressen über die Grenzen mehrerer Disziplinen hinweg, um neue Verbindungen in Forschung und Lehre als Teil ihrer institutionellen Identität zu schaffen. Die Forschung an der Universität Freiburg wird auch durch regionale Partnerschaften mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie beispielsweise den Max-Planck-Instituten und Fraunhofer-Instituten gestärkt, die sich aktiv an mehreren Kooperationsprojekten beteiligen.

Mit einem universitätsweiten Strategieprozess hat die Universität Freiburg ihr Profil als forschungsintensive Hochschule mit interdisziplinären Profil- und Potenzialfeldern sowie herausragender Individualforschung kontinuierlich geschärft.

Die beiden Schlüsselfaktoren zur Identifizierung von universitären Profilfeldern sind die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln im nationalen und internationalen Wettbewerb (insbesondere strukturbildende Forschungsverbünde wie Exzellenzcluster und Sonderforschungsbereiche) sowie universitären Forschungseinrichtungen und Infrastrukturen, die zur internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandorts Freiburg beitragen und Alleinstellungsmerkmale begründen.

Universitäre Profilfelder

Die Universität Freiburg hat aktuell diese starken Profilfelder identifiziert:

Biologische Signalforschung

Biologische Signalforschung zielt auf die für Leben und Gesundheit grundlegenden biologischen Kommunikationsprozesse. Es erforscht, wie Zellen auf Umweltbedingungen reagieren und wie sie miteinander kommunizieren, um die Entwicklung von einer einzelnen Zelle zum funktionierenden Organismus zu orchestrieren - sei es ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze. Durch die Integration der Signalforschung mit der Synthetischen Biologie, den Spitzentechnologien und dem aufstrebenden Bereich der Metabolismusforschung, Freiburger Wissenschaftler*innen definieren neu die Grenzen der Signalforschung und eröffnen neue Möglichkeiten, globalen Herausforderungen der Biomedizin und Pflanzenwissenschaften zu adressieren.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Wilfried Weber (Fakultät für Biologie)
  • Prof. Dr. Carola Hunte (Medizinische Fakultät)
  • Prof. Dr. Edward J. Pearce (Fakultät für Biologie)

Funktionelle und bioinspirierte Materialien

Seit Anbeginn der Menschheit gehören Entwicklung und Einsatz natürlicher, von der Natur inspirierter und künstlicher Materialien sowie die Konstruktion komplexer Systeme auf Basis innovativer Werkstoffe zu den Schlüsseltechnologien und bestimmen den menschlichen Fortschritt. Auch heute treiben neue funktionelle Materialien und Systeme die Entwicklung der Technologie voran und tragen zu Lösungen zentraler gesellschaftlicher Probleme bei.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Anna Fischer (Fakultät für Chemie und Pharmazie)
  • Prof. Dr. Jürgen Rühe (Technische Fakultät)
  • Prof. Dr. Stefan Hiermaier (Technische Fakultät)

Neurowissenschaften und Neurotechnologien

Das Profilfeld Neurowissenschaften und Neurotechnologien befasst sich mit einem breiten Spektrum von wissenschaftlichen Fragestellungen, welche die theoretische und experimentelle Grundlagenforschung zur Funktionsweise des Gehirns von zellulärer bis zu systemischer Ebene, die Entwicklung neurotechnischer Systeme, die mit dem Gehirn kommunizieren können, und die Erforschung von Methoden für deren klinische Anwendung mit einschließen. Damit sollen langfristig innovative Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit neuronalen Dysfunktionen wie Morbus Parkinson und Depression oder in der Folge eines Schlaganfalls entwickelt werden.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Thomas Stieglitz (Technische Fakultät)
  • Prof. Dr. Ilka Diester (Fakultät für Biologie)
  • Prof. Dr. Tonio Ball (Medizinische Fakultät)

Medizinische Epigenetik, Immunologie und Krebsforschung

In diesem Profilfeld, in dem Immundefekte und Krebserkrankungen im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten stehen, sind krankheitsassoziierte Gene der Ausgangspunkt, um über die Aufklärung von Genfunktionen ein Verständnis der molekularen Physiologie zu erlangen. Dies wird ergänzt durch die Erforschung der epigenetischen Kontrolle von Zellentwicklung und Zellidentität. Die Analyse der Steuerung von Zelldifferenzierung ist die Grundlage zum Verständnis pathologischer Immunreaktionen, aber auch der Tumorentstehung und Metastasierung. Interdisziplinäre Zentren wie das Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) oder das Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) stellen die Infrastruktur für klinische Forschung zur Verfügung, die es erlaubt, die Ergebnisse dieser Forschungsansätze in die Patientenbehandlung zu überführen.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Stephan Ehl (Medizinische Fakultät)
  • Prof. Dr. Manfred Jung (Fakultät für Chemie und Pharmazie)
  • Prof. Dr. Robert Zeiser (Medizinische Fakultät)

Zivile Sicherheitsforschung

Zivile Sicherheit ist zu einem zentralen Thema gesellschaftlicher Diskussion avanciert. Im Blick stehen dabei: die Möglichkeiten, Risiken und Ambivalenzen moderner Technologien im Sicherheitsbereich; die Unsicherheiten angesichts globaler ökonomischer, sozialer und politischer Umwälzungen, die sich auch in neuen Formen transnationaler terroristischer und krimineller Bedrohung äußern; sowie Rahmen, Stand und Wahrnehmung der öffentlichen Sicherheit im Alltag. Querschnittsthema aller Bereiche sind Chancen und Risiken der digitalen Revolution.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Hans-Helmut Gander (Philosophische Fakultät)
  • Prof. Dr. Jens-Peter Schneider (Rechtswissenschaftliche Fakultät)
  • Prof. Dr. Bernd Becker (Technische Fakultät)

Datenanalyse und Künstliche Intelligenz

Die Universität Freiburg gehört zu den stärksten Standorten auf dem Gebiet der Datenanalyse und Künstlichen Intelligenz in Europa. Sie zeichnet sich durch herausragende Arbeiten im Maschinellen Lernen (insbesondere Deep Learning), der Robotik, in Computer Vision, in Symbolischer KI und in Stochastischen Verfahren aus und bedient so von der Wahrnehmung bis zur robotischen Kontrolle alle wichtigen Themenfelder zukünftiger intelligenter Systeme.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Wolfram Burgard (Technische Fakultät)
  • Prof. Dr. Harald Binder (Medizinische Fakultät)
  • Prof. Dr. Frank Hutter (Technische Fakultät)

Umwelt und Nachhaltigkeit

Das Profilfeld nimmt sich zentral der Fragen an, die in der gesellschafts-politischen Debatte unter dem Begriff der „grand societal challenges“ diskutiert werden. Im Kern steht die Aufgabe, wissensbasierte Lösungen für eine gesellschaftliche Transformation in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln, die Kontextbedingungen für deren Umsetzung wissenschaftlich auszuleuchten und gesellschaftliche Transformationsprozesse kritisch-konstruktiv zu begleiten. Dies setzt eine multi- und interdisziplinäre Herangehensweise voraus.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Daniela Kleinschmit (Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen)
  • Prof. Dr. Michael Pregernig (Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen)
  • Prof. Dr. Oliver Ambacher (Technische Fakultät)

Kulturen der Gegenwart und Vergangenheit - Geschichte, Vielfalt, Verflechtung

Das Profilfeld erwächst aus der Stärke der Einzel- und Verbundforschung vor allem in den Bild/Objekt-, Geschichts-, Literatur-, Sprach- und Sozialwissenschaften sowie  der Philosophie. Im Kern des Profilfeldes forschen mehr als 80 Wissenschaftler*innen in größeren und kleineren Verbünden zu grundlegenden, gegenwärtig und seit der Antike relevanten kulturellen und politischen Praktiken, Semantiken und Medien. Sie bearbeiten u.a. Themenkomplexe wie ‚Muße‘, ‚Heroisierung‘, ‚Kulturkontakt und Kulturtransfer‘, ‚Identität‘, ‚Fiktionalität und Faktualität‘, ‚Listen’ und ‚Reisen‘; sie edieren und kommentieren Nietzsches Werke und die Zeugnisse der antiken Komödie.

Tragende Programme und Verbundprojekte


Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Profilfeldes

  • Prof. Dr. Ralf von den Hoff (Philosophische Fakultät)
  • Prof. Dr. Monika Fludernik (Philologische Fakultät)
  • Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Philologische Fakultät)


Neben den gesamtuniversitären Profilfeldern, haben die einzelnen Fakultäten der Universität Freiburg fakultäre Forschungsschwerpunkte definiert, um ihre Stärken klarer herauszustellen und ihre Sichtbarkeit auf nationaler und internationaler Ebene zu verstärken.

 

Potenzialfelder

Die Universität Freiburg hat drei Potenzialfelder identifiziert, die ein deutliches Entwicklungspotenzial hin zu universitären Profilfeldern aufweisen:

Komplexität der Natur und Ökosysteme der Zukunft

Resiliente Ökosysteme sichern unsere Lebensqualität durch ihre vielfältigen Funktionen. Als komplexe Systeme regulieren sie das Klima sowie Wasser- und Nährstoffkreisläufe, sie speichern Kohlenstoff, bieten Habitate für Pflanzen und Tiere sowie Raum für Freizeit und Erholung und versorgen uns mit biologischen Produkten. Um Ökosysteme auch in Zeiten rapiden globalen Wandels verstehen, erhalten und zukunftsfähig gestalten zu können, sind innovative interdisziplinäre Ansätze gefragt. Im Fokus dieses Potenzialfelds steht daher Forschung zur Resilienz und Anpassungspotenzialen, sowie zur Rolle der Biodiversität für das Funktionieren von Ökosystemen.

Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Potenzialfeldes

  • Prof. Dr. Michael Scherer-Lorenzen (Fakultät für Biologie)
  • Prof. Dr. Friederike Lang (Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen)
  • Prof. Dr. Barbara Koch (Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen)

Comparative Area Studies

Die Universität Freiburg ist in der Forschung zu internationalen Themen stark aufgestellt. Interdisziplinäre Forschungszentren zu Asien und Afrika produzieren und vermitteln detailliertes und kontextsensitives regionsbezogenes Wissen. Das Potenzialfeld Comparative Area Studies bringt diese Schwerpunkte in einem vergleichenden Ansatz zusammen, der es erlaubt, räumliche und regionale Artikulationen des globalen Wandels zu erkennen und theoretisch zu fassen sowie gleichzeitig die Besonderheiten und Entwicklungspfade einzelner Gebiete und Regionen zu berücksichtigen.

Weitere Informationen Potenzialfeld Comparative Area Studies

Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Potenzialfeldes

  • Prof. Dr. Andreas Mehler (Philosophische Fakultät)
  • Prof. Dr. Johanna Pink (Philosophische Fakultät)
  • Prof. Dr. Tim Freytag (Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen)

Metabolismusforschung

Der Metabolismus versorgt nicht nur den Körper und seine Zellen mit Energie und Bausteinen, sondern bestimmt auch Funktion und Schicksal von Zellen und Organsystemen. Metabolismusforschung untersucht die Integration des Metabolismus und seines zentralen Organells, des Mitochondriums, mit spezifischen zellulären Funktionen und Signalfortleitungsprozessen. In klinischer und grundlagenorientierter Forschung untersuchen Freiburger Wissenschaftler*innen, wie der Metabolismus sowohl zu normaler Zell- und Körperfunktion als auch zur Pathogenese verschiedenster Erkrankungen beiträgt, und entwickeln innovative Strategien zur gezielten, therapeutischen Manipulation des Metabolismus.

Beteiligte Fakultäten und Einrichtungen


Sprecher*innen des Potenzialfeldes

  • Prof. Dr. Olaf Groß (Medizinische Fakultät)
  • Prof. Dr. Oliver Einsle (Fakultät für Chemie und Pharmazie)
  • Prof. Dr. Ute Spiekerkötter (Medizinische Fakultät)