Siegelement der Uni Freiburg in Form eines Schildes

Transfer

Gesellschaften weltweit erleben derzeit tiefgreifende Umbrüche – von Nachhaltigkeits- und Wirtschaftskrisen über enorme Technologiesprünge bis hin zur Destabilisierung demokratischer Gesellschaftsformen. Zur Bewältigung der Herausforderungen spielt Wissenschaft eine zentrale Rolle, insbesondere indem sie evidenzbasiertes Wissen schafft und damit die Grundlage für informierte Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.  

Der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wird als Transfer bezeichnet und ist ein für die Universität Freiburg ein ganz wesentlicher, integraler Bestandteil ihrer Arbeit. Was wir erforschen und erarbeiten, machen wir auch für die Gesellschaft nutzbar – und beziehen immer auch gesellschaftliche Impulse in unsere Wissenschaft mit ein. All das mit dem Ziel, wissensbasierte Orientierung zu stärken und zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit beizutragen.

Wir verstehen uns als ein treibender Akteur in einem Transfer-Ökosystem, in dem vielfältige Akteure aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik im multidirektionalen Austausch stehen und zusammenarbeiten, um Innovationen und Transformationen voranzubringen. Handlungsleitend für uns sind unsere Transferstrategie und unsere Transferkultur sowie unter anderem das Positionspapier zu Wissens- und Technologie-Transfer des Wissenschaftsrats.

Um den Austausch im Transfer-Ökosystem möglichst wirksam zu gestalten, ist die Transferarbeit der Universität Freiburg in drei Bereiche gegliedert, mit jeweils spezifischen Expertisen und Services: Technologietransfer, Wissenstransfer und Bildungstransfer. Die Bereiche bieten gezielte Unterstützung für interne und externe Akteure und Gruppen und begleiten Transferprozesse, von der Verwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse über innovative Bildungsformate bis hin zu partizipativen Dialogstrukturen. Um Transferprojekte möglichst umfassend zu bearbeiten, werden immer auch Synergien zwischen den Bereichen genutzt – insbesondere dadurch entstehen innovative Lösungsansätze, die möglichst vielen Gesellschaftsbereichen zugutekommen.   

Unser Transferökosystem

Wir verstehen uns als Teil eines Transferökosystem: eines dynamischen Netzwerks vielfältiger gesellschaftlicher Akteure, die gemeinsam an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten. Durch das gezielte Zusammenführen der komplementären Stärken und Expertisen der Partner sowie die konstruktive Bearbeitung von Zielkonflikten entstehen Innovationen und weitere gesellschaftliche Wertschöpfungen, die die Möglichkeiten einzelner Akteure weit übersteigen. Das Transfer-Ökosystem, in dem wir arbeiten, besteht unter anderem aus den folgenden Akteuren:

Unsere Transferstrategie

Mit unserer Transferstrategie verfolgen wir systematisch fünf übergreifende Ziele , die alle fortlaufend durch konkrete Maßnahmen unterlegt sind. 

Grundlegend für die Transferstrategie der Universität Freiburg sind unser Transferanspruch und unsere Transferkultur.

Unser Transferanspruch

Gemeinsam mit Partner*innen aus Wirtschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft gestaltet die Universität Freiburg eine lebenswerten Zukunft und treibt den Wandel dafür mit an. Durch inter-, transdisziplinären und branchenübergreifenden Austausch, mutige Kooperationen und kreative Transferformate setzt die Universität neue Impulse, die Wissen, Ideen und Menschen über Sektoren hinweg verbinden. So trägt die UFR zur wissenschaftsbasierten Orientierung in einer komplexen Welt bei.

Die Universität trägt wirksam dazu bei, dieses Ökosystem gezielt weiterzuentwickeln. Sie stärkt die Prozesse, in denen Zusammenarbeit entsteht, und fördert eine Kultur des offenen, systematischen Austauschs. Dabei setzt sie auf Offenheit, Dialogbereitschaft und Mut zur Gestaltung, um Zielkonflikte konstruktiv zu bearbeiten und Lösungen zu entwickeln, die gesellschaftliche, wissenschaftliche und wirtschaftliche Perspektiven miteinander verbinden und neue Formen der Wertschöpfung erzielen.

Unsere Transferkultur

Transfer ist ein integraler Bestandteil unserer universitären Identität. Unsere Transferkultur wird von den Werten Zusammenarbeit, Offenheit und Verantwortung (vgl. Leitbild UFR) geleitet. Diese Werte wollen wir durch Handlungsprinzipien weiter stärken, um unserem Anspruch gerecht zu werden, Transfer und das Transferökosystem nachhaltig zu fördern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Für die Effektivität von Transfer ist es essentiell, dass die Universitätsmitglieder die folgenden Handlungsprinzipien mittragen:

Die Transferziele

Alle fünf übergreifenden Transferziele der Universität Freiburg sind darauf ausgerichtet die wechselseitige Verbindung zwischen den Inhalten ihres Forschungs- und Universitätsprofils und dem Transferökosystem zu stärken. Externe Impulse fließen in die Forschung ein, werden dort vertieft und weiterentwickelt. Umgekehrt machen wir unsere Transferkultur, Forschungsstärke und unser interdisziplinär ausgerichtetes Forschungsprofil nutzbar, um frühzeitig relevante Themen zu erkennen und Impulse ins Ökosystem einzuspeisen, die dort bearbeitet werden. Diese dynamische Wechselwirkung ruht auf drei Säulen: Identifikation der Universitätsmitglieder mit der Transferkultur, Ermöglichung durch wirksame Strukturen und Ermächtigung zu individuellen Transferaktivitäten sowie Pflege, Ausbau und Mitgestaltung relevanter Netzwerke.

Technologietransfer

Die Zentralstelle für Technologietransfer (ZFT) ist die Schnittstelle zwischen der Universität und der Wirtschaft und agiert in Kooperation mit den Partnern des regionalen Innovations- und Gründungs-Ökosystems. Sie unterstützt bei Vorgängen mit Industriebeteiligung und/oder IP-Relevanz (IP = Intellectual Property, Geistiges Eigentum). Darüber hinaus fördert sie Gründungsinteressierte aus allen Fakultäten bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer innovativen Ideen auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen.

Wissenstransfer

Der Wissenstransfer an der Universität Freiburg spielt eine zentrale Rolle bei der Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Innovationen sowie für die Aufnahme von Impulsen aus der Gesellschaft.
Wissenstransfer ist ein multidirektionaler Prozess: Wenn gesellschaftliche Herausforderungen, Bedürfnisse und Innovationen in die wissenschaftliche Arbeit einfließen, kann das die Relevanz für die Praxis erhöhen. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, der Industrie, der Gesellschaft und der Politik können wissenschaftliche Erkenntnisse in Anwendungen überführt werden. Die Universität Freiburg sucht dabei aktiv den Dialog mit gesellschaftlichen Akteuren.
Der Wissenstransfer ist dem Geschäftsbereich Wissenschaftskommunikation und Strategie zugeordnet.

Bildungstransfer

Der Bildungstransfer ist ein integraler Bestandteil von Studium und Lehre. In transferorientierten Lernsettings erarbeiten Universität und Gesellschaft gemeinsam Lösungen für Herausforderungen in strategisch relevanten Zukunftsthemen (zum Beispiel Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Friedenssicherung). Die Abteilung Bildungstransfer liegt im Geschäftsbereich des Prorektors für Studium und Lehre der Universität Freiburg und umfasst sowohl die Wissenschaftliche Weiterbildung als auch das Zentrum für Schlüsselqualifikationen.

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