Welche Meilensteine hat die Universität Freiburg bereits erreicht?
Der Exzellenzwettbewerb besteht aus zwei Förderlinien, die aufeinander aufbauen. Am 22. Mai 2025 hat der Wissenschaftsrat die Förderentscheidung in der Förderlinie Exzellenzcluster bekanntgegeben. Die Universität Freiburg hat zwei Zusagen erhalten: für den bestehenden Exzellenzcluster CIBSS und den neu eingereichten Exzellenzcluster Future Forests.
Damit ist die Universität zugleich für die zweite Förderlinie Exzellenzuniversität antragsberechtigt. Ihre Absichtserklärung zur Teilnahme an dieser Förderlinie hat die Universität zum 27. Juni 2025 eingereicht. Zum 1. August 2025 hat sie ihren Selbstbericht dafür abgegeben und zum 12. November 2025 ihren Antrag für die Förderlinie Exzellenzuniversität.

Welche Meilensteine stehen noch aus?
Der letzte große Meilenstein vor der Entscheidung in der Förderlinie Exzellenzuniversität steht aktuell noch aus: Anfang Juni 2026 wird eine internationale Gruppe von Gutachtenden an der Universität Freiburg vor Ort sein, um die im Antrag beschriebenen Konzepte, Leistungen und Strukturen kennenzulernen und zu bewerten. Die Universität bereitet sich derzeit intensiv auf den Ortsbesuch vor.
Was ist der Ortsbesuch, und wer nimmt daran teil?
Der Ortsbesuch ist ein zentrales Begutachtungsinstrument im Verfahren der Exzellenzstrategie, mit dem der Wissenschaftsrat die Einzelevaluationen der Universitäten durchführt. Ein internationales Team von Gutachtenden tritt dabei in den direkten Austausch mit der Universität Freiburg, um die im Antrag beschriebenen Konzepte, Leistungen und Strukturen vor Ort kennenzulernen und zu bewerten.
In die Vorbereitung und Durchführung des Ortsbesuchs sind zahlreiche Mitglieder der Universität Freiburg eingebunden; die beteiligten Personen werden hierzu in Kürze gesondert informiert. Darüber hinaus nehmen Partner*innen aus dem regionalen Transferökosystem sowie aus den europäischen Verbünden EUCOR, EPICUR und LERU und aus globalen Partnerschaften teil. Viele von ihnen haben den Austausch, die Vorbereitungen und die Antragsstellung bereits aktiv begleitet und ihre Mitwirkung für den Ortsbesuch zugesagt. Diese breite Unterstützung spiegelt die enge Vernetzung und Verbundenheit der Universität Freiburg wider.
Wie verläuft der Ortsbesuch?
Der Ortsbesuch beginnt mit einer Begrüßung und einer gemeinsamen Einführung durch das Rektorat, in der die Universität Freiburg und der Exzellenzantrag vorgestellt werden. Daran schließen sich unterschiedliche Gesprächs- und Austauschformate an, in denen die beantragten Maßnahmen vertieft erläutert und diskutiert werden.
Im weiteren Verlauf lernen die Gutachtenden ausgewählte Bereiche der Universität Freiburg kennen und treten in den Dialog mit Universitätsmitgliedern sowie mit Vertreter*innen der Partnerorganisationen. Dazu gehören auch drei thematische Touren zu beispielhaften Orten der Universität, an denen wissenschaftliche Spitzenleistungen besonders anschaulich sichtbar werden.
Am zweiten Tag finden Gespräche in kleineren Runden mit unterschiedlichen Gruppen der Universität statt, darunter Vertreterinnen der Universitätsleitung, der Fakultäten, der Studierenden, der universitären Gremien, der Verwaltung sowie Wissenschaftlerinnen in verschiedenen Karrierephasen.
Was steht im Exzellenzantrag?
In der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder hat die Universität Freiburg am 12. November 2025 ihren Antrag mit dem Titel „The Future Research University: Sparking Change That Matters“ eingereicht. In dessen Mittelpunkt steht der Anspruch, das Selbstverständnis der Universität im 21. Jahrhundert neu zu denken und wissenschaftliches Erkenntnisinteresse eng mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verschränken. In einer von Umbrüchen und Unsicherheiten geprägten Zeit versteht es die Universität Freiburg als eine ihrer zentralen Aufgaben, zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen lösungsorientiert beizutragen – im Umgang mit dem Klimawandel, durch die Entwicklung medizinischer Therapien oder in der Gestaltung kultureller und digitaler Transformationen.
Der Antrag macht deutlich, wie die Universität Freiburg diese Zielsetzung einlöst: mit interdisziplinärer Forschung, die Orientierung stiftet; mit Lehre, die kritisches Denken und Selbstreflexion anregt; und mit Transfer, der die gesellschaftliche Wirkung von Wissen weit über den Campus hinausträgt. Gezielte Maßnahmen, so genannte Sparks, stoßen Wandel in allen Bereichen der Universität an und stärken sie in ihrer ganzen Breite; in ihren Strukturen ebenso wie in einer Kultur, die Vertrauen und Zugehörigkeit fördert, aus der Identifikation und gemeinsames Engagement für die Universität wachsen.
Der Antrag ist in die Zukunftsagenda „UFR 2040“ eingebettet. Als strategischer Kompass bündelt sie die langfristige Weiterentwicklung der Universität in Forschung, Lehre, Transfer, Universitätskultur und Governance.
Was würde der Exzellenzstatus für die Universität Freiburg bedeuten?
Der Exzellenzstatus bedeutet für Universitäten eine weitreichende institutionelle Stärkung, mit vielfältigen Wirkungen, unter anderem:
- Langfristige zusätzliche Förderung: Exzellenzuniversitäten erhalten über mehrere Jahre hinweg substanzielle zusätzliche finanzielle Mittel, um ihre Forschung strategisch weiterzuentwickeln.
- Stärkung der Spitzenforschung: Der Status ermöglicht den Ausbau international sichtbarer Forschungsprofile, Exzellenzcluster und innovativer Forschungsstrukturen.
- Internationale Sichtbarkeit und Attraktivität: Der Titel erhöht die internationale Reputation und hilft, herausragende Wissenschaftler*innen, Talente und Kooperationspartner*innen zu gewinnen.
- Gestaltungsspielräume: Exzellenzuniversitäten können ihr Forschungsprofil stärken, interdisziplinäre Projekte fördern und zeitgemäße Karriere- und Fördermodelle erproben.
- Positive Effekte für weitere Bereiche wie Studium, Lehre und Transfer: Auch Studierende sowie weitere Bereiche der Universität wie etwa der Transfer profitieren durch eine forschungsnahe Lehre, bessere Infrastruktur und verstärkte Verbindungen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
Insgesamt ermöglicht der Exzellenzstatus nachhaltige Qualitätssicherung und strategische Weiterentwicklung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau.
Wie sind Mitglieder der Universität Freiburg in den Exzellenz-Prozess eingebunden?
Mitglieder der Universität Freiburg waren und sind über den gesamten Prozess hinweg eng und auf vielfältige Weise eingebunden, unter anderem über:
- die Möglichkeit zur Teilnahme an universitätsweiten, themenspezifischen Arbeitskreisen wie etwa Forschung, Governance, Transfer, deren Arbeitsergebnisse in die Erarbeitung des Exzellenz-Antrags eingeflossen sind.
- die Erarbeitung und Ausarbeitung von Skizzen und Anträgen zu Exzellenzclustern.
- Fokusgruppen zur Sondierung und Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen für den Exzellenzantrag.
- Feedbackrunden im Verlauf der Antragserstellung mit diversen Gruppen der Universität.
- Einbindung in die Vorbereitung des Ortsbesuchs und Mitwirkung in unterschiedlichen Beteiligungsformaten.