Postdoc-Befragung
Die Universität Freiburg möchte alle Postdocs regelmäßig zu ihren Arbeits- und Karrierebedingungen befragen. Diese Befragung wurde 2024 das erste Mal durchgeführt. Auf dieser Seite informieren wir Sie zum aktuellen Stand der Befragung und zu den Ergebnissen.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse für die Universität als Ganzes steht hier auf dieser Seite zur Verfügung; die Ergebnisse für die einzelnen Fakultäten können alle Universitätsangehörigen über ILIAS herunterladen (siehe Abschnitt „Ergebnisse“). Die Ergebnisse wurden im Wintersemester 2025/2026 in verschiedenen Veranstaltungsformaten diskutiert, an verschiedene betroffene Abteilungen weitergeleitet und zur Verbesserung der Angebote und zur Qualitätssicherung genutzt.
Die nächste Durchführung der Befragung ist für 2027 geplant.
- ein genaueres Bild der Situation zu erhalten und Verbesserungspotentiale zu ermitteln.
- Angebote und Rahmenbedingungen für promovierte Wissenschaftler*innen zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
- mit einer Wiederholung der Umfrage alle drei Jahre die Ergebnisse vergleichen und damit Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit testen zu können.
In der Umfrage werden v.a. folgende Bereiche thematisiert:
- Bedingungen für Forschung und Lehre
- Finanzierung und Arbeitsverhältnisse
- Personal- und Karriereentwicklung
- Gesundheit und Wohlbefinden
- Zukunftspläne
Bei der Erstellung des Fragebogens wurden sowohl die bundesweiten Befragungen „Barometer für die Wissenschaft“ und „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs“ als auch Befragungen anderer Universitäten berücksichtigt, um Vergleichbarkeit gewährleisten zu können. Die Erstellung des Fragebogens wurde wissenschaftlich begleitet durch Dr. Christoph Breuninger vom Institut für Psychologie (Abteilung Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie). Die Auswertung folgt gängigen Praktiken der statistischen Analyse.
Hier finden Sie eine erste Übersicht der Ergebnisse für die Gesamtuniversität:
Die Ergebnisse für die einzelnen Fakultäten (auf Deutsch und Englisch) finden Sie in diesem ILIAS-Kurs (Empfehlung: erst in ILIAS anmelden, dann dem Link zum Kurs folgen).
Bei Interesse können Sie auch den verwendeten Fragebogen herunterladen.
Die Ergebnisse der Postdocbefragung werden verwendet, um die Arbeits- und Karrierebedingungen an der Universität Freiburg langfristig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Hierfür werden die Ergebnisse in verschiedenen Gremien vorgestellt, fließen in laufende Strategieprozesse mit ein, und werden von verschiedenen Abteilungen verwendet, um ihre Angebote besser auf Postdocs auszurichten und unter ihnen bekanntzumachen. Hier finden Sie einige Beispiele.
Präsentation der Befragungsergebnisse in universitären Gremien und Veranstaltungen:
- 10.04.2025: Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen der Postdoc-Days
- 23.04.2025: Vorstellung der Ergebnisse in der Dekan*innen-Runde
- 28.05.2025: Vorstellung der Ergebnisse im Senat
- 20.10.2025: Öffentliche Diskussionsveranstaltung zu den Ergebnissen
- 21.10.2025: Vorstellung der Ergebnisse im Personalrat
Einbindung der Befragungsergebnisse in laufende Strategieprozesse:
- Einbindung in die Vorbereitung des Antrags zur Exzellenzuniversität
- Einbindung in die Entwicklung einer universitären Richtlinie zur Forschungsbewertung
- Verwendung der Ergebnisse bei der Vorbereitung der Teilpersonalversammlung für wissenschaftliche Beschäftigte am 06.11.2025
Verwendung zur Optimierung der Angebote einzelner Abteilungen:
- Anpassung der Kursauswahl im Centre for Advanced Researcher Development (CARD) auf Basis der genannten Weiterbildungsbedarfe.
Diskussionsveranstaltungen an den Fakultäten im Wintersemester 2025/2026
- 03.11.2025 Theologische Fakultät
- 10.11.2025 Rechtswissenschaftliche Fakultät
- 19.11.2025 Technische Fakultät
- 08.12.2025 Philosophische Fakultät
- 15.01.2026 Fakultät für Mathematik und Physik
- 22.01.2026 Fakultät für Biologie
- 23.01.2026 Philologische Fakultät
- 27.01.2026 Fakultät für Chemie und Pharmazie
- 29.01.2026 Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät
- 02.02.2026 Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen
Universitätsweite Diskussionsveranstaltung am 20.10.2025 „Von den Daten zum Handeln: Ergebnisse der Promovierenden- und Postdoc-Befragung 2024“
Alle Universitätsmitglieder waren eingeladen, am 20. Oktober 2025 in der Aula über die Befragungsergebnisse zu diskutieren und mögliche Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen zu sammeln und zu bewerten. Zu Beginn wurden einige Kernaussagen aus den Befragungsdaten präsentiert (die Folien stehen für Universitäts-Angehörige über ILIAS zur Verfügung). Im Anschluss wurden acht Gesprächsgruppen zu folgenden Themen gebildet: Mentale Gesundheit, Arbeitsatmosphäre und Diskriminierung, Führung, Promotionsbetreuung, Arbeitsverhältnisse und Finanzierung, Karriereentwicklung, Onboarding und Bekanntmachung der Angebote, sowie Lehre. Die Veranstaltung wurde abgerundet durch eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Prof. Stefan Rensing (Prorektor für Forschung und Innovation), Prof. Sylvia Paletschek (Prorektorin für Universitätskultur), Dr. Deniz Kumral (Postdoc) und Lea von Berg-Steinbrecher (Doktorandin).
In der Podiumsdiskussion wurden einige der zentralen Probleme von Promovierenden und Postdocs erörtert: ein hoher Anteil an wahrgenommener psychischer Belastung, unzureichende Bekanntheit von Unterstützungsangeboten und ein struktureller Druck, der aus starker Konkurrenz, Mobilitätsanforderungen und Unsicherheit resultiert. Ein zentrales Anliegen war die Notwendigkeit von Transparenz zu Anforderungen und Erwartungen zu Beginn eines Betreuungs- oder Arbeitsverhältnisses. Onboarding‑Programme, klare Regelungen für Erreichbarkeit und ein offener Umgang mit Krankheit wurden als beispielhafte Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsklimas hervorgehoben. Karriereentwicklungsmaßnahmen und Kompetenzentwicklung, etwa durch Karrierecoaching oder Didaktikfortbildungen, gelten als wichtig, sollten jedoch nicht zu zusätzlichem Zeit‑ und Leistungsdruck führen. Anreize wie der Betreuungspreis wurden der Einführung verpflichtender Kurse gegenüber bevorzugt, um Freiwilligkeit und Motivation zu stärken. Die Verantwortung für Veränderungen wurde als geteilt dargestellt: Das Rektorat schafft übergeordnete Strukturen wie ein zentrales Onboarding‑ und Führungskräftetraining, während die Fakultäten die Umsetzung von Rahmenbedingungen und die individuelle Betreuung sicherstellen. Finanzielle Engpässe und die wachsende Abhängigkeit von Drittmitteln wurden als langfristige Hürden benannt, die politisches Engagement und ein stärkeres Netzwerken erfordern. Zusammengefasst betonten die Teilnehmenden, dass transparente Kommunikation, gezielte Unterstützungsformate und ein partnerschaftliches Zusammenspiel von Rektorat, Fakultäten und Führungskräften nötig sind, um die Arbeits- und Promotionsbedingungen nachhaltig zu verbessern.




Falls Sie Fragen oder Anregungen zur Befragung haben, wenden Sie sich gerne an die Projektleitung, Frau Hanna Mahler.
