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Eine Uni – ein Buch

Es gibt andere Mittel, die machtvollen Zuschreibungen und Stigmatisierungen zu durchkreuzen. Es braucht alle diese Instrumente: soziale und künstlerische Interventionen, öffentliche Debatten und Auseinandersetzungen, politische Bildungs- und Schulungsmaßnahmen (…).

Carolin Emcke, Gegen den Hass, Frankfurt/Main 2016, S. 213

Entsprechend der drei unterschiedlichen Perspektiven sind folgende Veranstaltungsformate vorgesehen; die genauen Angaben zum Titel der Veranstaltung, zu Datum und Uhrzeit sowie zur Anmeldung werden nach und nach ergänzt und durch einen jeweiligen Link hinterlegt. Bitte beachten Sie, dass Änderungen jederzeit möglich sind.


Perspektive der Wissenschaft

Ringvorlesung

Im Rahmen von fünf Vorlesungen (mittwochs, 20 Uhr c.t., digital im Rahmen des Coll. Politicum) setzen sich Wissenschaftler*innen mit dem Thema „Hass“ aus ihrer jeweiligen Fachperspektive auseinander und fragen z.B. nach Herkunft, Ausdrucksformen, typischen Merkmalen oder historischen Ausprägungen von Hass.

Alle Vorlesungen werden online angeboten und die erforderlichen Zugangsdaten veröffentlichen wir auf dieser Seite jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

27.10.2021, 20 Uhr c.t.
“Hass in den Medien”
Prof. Sabine Schiffer (Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft; Campus Frankfurt)
03.11.2021, 20 Uhr c.t., online
Die „Anderen“ und der Hass: Polarisierung, Radikalisierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Ägypten
Prof. Johanna Pink (Lehrstuhl für Islamwissenschaft und Geschichte des Islam, Universität Freiburg) und
Dr. Hoda Salah (Freie Universität Berlin, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orient)
10.11.2021, 20 Uhr c.t., online
Hass. Soziologische Überlegungen zum Affekt der Verfeindung
Prof. Ulrich Bröckling (Institut für Soziologie, Universität Freiburg)
17.11.2021, 20 Uhr c.t., online
„Im Plural existieren“. Religionsfreiheit und die moralische Textur einer liberalen Demokratie
Prof. Ursula Nothelle-Wildfeuer (Institut für christliche Gesellschaftslehre, Universität Freiburg)
01.12.2021. 20 Uhr c.t., online
“Die Rolle von Hass im Antisemitismus”
Prof. Dr. Uffa Jensen (Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin)

Perspektive der Selbstreflexion

Wie gehen wir miteinander um?

Zu einer Beschäftigung mit dem Thema „Hass“ sowie seinen Vorstufen und Wegbereitern gehört auch der kritische Blick auf das eigene (Arbeits-)Umfeld, d.h. der Frage nachzugehen: „Wie gehen wir miteinander um?“  In fünf thematisch unterschiedlich ausgerichteten Arbeitsgruppen haben sich Beschäftigte der Universität in mehreren Sitzungen mit den Themen „Feedback und Kritik“, Teamarbeit und Hierarchie“, Verhältnis von Dezentrale und Zentrale“, „Für eine Universität der Vielfalt“ und „Alle Rädchen greifen ineinander, Informationen aus dem Rektorat“ befasst und Statements, Wünsche und Erwartungen formuliert.

Praxis-Seminar

Zur Frage, wie wir miteinander umgehen gehört aber auch eine praktische Seite: Wie kann man in diskriminierenden Situationen ganz konkret reagieren statt wegzulaufen oder wegzusehen? Hierzu wird ein Seminar angeboten, das konkrete Situationen beleuchtet und praktische Tipps gibt und einübt.

28.10.2021
Praxis-Seminar: Kommunikation bei diskriminierenden Angriffen (mit praktischen Übungen)
Halbtagsseminar, eine Anmeldung ist wegen der begrenzten Teilnehmendenzahl erforderlich

Perspektive der öffentlichen Debatte

Öffentliche Debatten

In thematisch jeweils unterschiedlich ausgerichteten Podiumsdiskussionen werden Vertreter*innen der Universität mit außeruniversitären Einrichtungen ins Gespräch kommen und die Themen Hass, Diskriminierung, Ausgrenzung und Benachteiligung aus ihrer jeweils unterschiedlichen Blickrichtung erörtern. Im Zentrum der Gespräche steht dabei insbesondere die Frage, was in den einzelnen Bereichen gegen die von Carolin Emcke in ihrem Buch konstatierte „Verrohung des gesellschaftlichen Diskurses“ getan und wie dort verantwortlich gehandelt werden kann. Ob die Veranstaltungen in Präsenz oder digital stattfinden werden, kann im Moment noch nicht entschieden werden, wir werden Sie aber rechtzeitig informieren.

Bereich Kultur

Donnerstag, 02.12.2021, 18 Uhr c.t.
Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung in den Kultursparten Literatur, Film und Theater
Prof. Dr. Sieglinde Lemke (Englisches Seminar) im Gespräch mit Annette Pehnt, Ludwig Ammann und Sarah Busch
Moderation: Bettina Schulte

Bereich Stadt

Donnerstag, 16.12.2021, 18 Uhr c.t.
Zusammenleben in einer Stadt – aber wie?
Prof. Dr. Markus Tauschek (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie) im Gespräch mit Martin Horn, Janika Kuge, Simon Sumbert und Claire Désenfant
Moderation: Julia Wandt

Bereich Glaubensgemeinschaften

Donnerstag, 20.01.2022, 18 Uhr c.t.
Religionsgemeinschaften und das Thema Hass
Prof. Dr. Klaus Baumann (Theologische Fakultät) im Gespräch mit Oberkrichenrat Matthias Kreplin, Weihbischof Peter Birkhofer, Sylvia Schliebe (Jüdisch für alle), Iman Andrea Reimann (Deutsches Muslimisches Zentrum, Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Sabine Rollberg

Bereich Sport

Donnerstag, 10.02.2022, 18 Uhr c.t.
Ausgrenzung und Hass im Sport
Prof. Dr. Nina Degele (Institut für Soziologie) im Gespräch mit Jimmy Hartwig (DFB-Botschafter), Helen Breit (DFB-Fan-Beauftragte) und Christoph Ruf (Sportjournalist)

Die Teilnehmenden und Termine für die Gesprächsreihen “Recht” und “Medien” werden noch bekannt gegeben.

Und außerdem?

25.01.2022
Streitgespräch
zwischen der Autorin von „Gegen den Hass“, Carolin Emcke, und dem Trainer des SC Freiburg, Christian Streich
(Termin und Ort werden noch bekannt gegeben)
Diversität und Offenheit als Aufgabe der Europäischen Universität
Podiumsdiskussion der Rektoren*innen und Präsidenten*innen der fünf Universitäten von EUCOR-The European Campus
Moderation: Martin Wiarda

Bitte beachten Sie auch die Beiträge der journalistischen Ausbildungsredaktion von uniCROSS (Medienzentrum der UB): Bewegtbild-, Radio- und Textbeiträgen mit dem Themenschwerpunkt “Gegen den Hass”. Gerne können Sie natürlich auch Themen vorschlagen. Interessierte Studierende sind in den Redaktionen (TV, Radio, Online) jederzeit willkommen.