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Universitäre Angebote und Initiativen für Geflüchtete

Menschen helfen, die vor Krieg und politischer Verfolgung in ihrer Heimat geflohen sind, und sie bei der Entfaltung ihrer Potenziale unterstützen: Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg übernimmt Verantwortung, indem sie Angebote für studieninteressierte Flüchtlinge entwickelt. Zudem koordiniert sie bestehende Initiativen und Projekte ihrer Mitglieder zur Flüchtlingshilfe.

Zentrale Angebote der Universität

Beratung und Prüfung der Hochschulzugangsberechtigung

Erste Ansprechstelle an der Universität Freiburg ist die Abteilung International Admissions and Services (IAS) des Service Center Studium (SCS). Sie unterstützt und berät alle internationalen Studierenden bei Fragen vor, während und nach dem Studium. Zudem prüft sie die Hochschulzugangsberechtigung studieninteressierter Flüchtlinge.
Die Aufnahme oder Fortsetzung eines Studiums ist in Baden-Württemberg nicht an einen bestimmten Aufenthaltstitel geknüpft. Somit können auch Gestattete und Geduldete studieren, sofern die hochschulrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.


Gasthörerstudium

Das Gasthörerstudium der Universität Freiburg steht Flüchtlingen offen. Es umfasst neben einem umfangreichen Angebot an Veranstaltungen unter anderem die kostenlose Nutzung des Sprachselbstlernbereichs der Universität. Dort können sich die Nutzerinnen und Nutzer mithilfe von Lernmaterialien und Computerprogrammen selbstständig mit Deutsch und anderen Fremdsprachen vertraut machen. Die Universität Freiburg erlässt Flüchtlingen im Wintersemester 2016/17 die Gebühren, die derzeit 50 Euro betragen.

 
Scholars at Risk

Die Universität Freiburg ist dem Netzwerk „Scholars at Risk” beigetreten. Sie will jährlich mehreren Forscherinnen und Forschern, denen in ihren Heimatländern Krieg und politische Verfolgung drohen, einen Gastaufenthalt ermöglichen. Dem Netzwerk gehören mehr als 400 Universitäten aus etwa 40 Ländern an. Der erste Gastwissenschaftler in diesem Zusammenhang ist schon angekommen: Das Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung (ABI) hat sich in der Philipp-Schwartz-Initiative, die von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt gestartet wurde, erfolgreich um ein Stipendium für einen Forscher aus Burundi beworben.

Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung sowie die Stiftung Mercator.

Hochschulgruppen und weitere Initiativen

An der Universität Freiburg haben zahlreiche Menschen eigene Initiativen zur Flüchtlingshilfe gestartet. Die folgende Übersicht gibt ihnen die Möglichkeit, ihr Engagement bekannt zu machen, sich zu vernetzen und weitere Ehrenamtliche zu finden. Sie unterscheidet zwischen Angeboten, die sich direkt an die geflüchteten Menschen richten, und Angeboten für Bürgerinnen und Bürger, die selber einen Beitrag leisten oder sich informieren möchten.

Die Liste der Initiativen wird regelmäßig aktualisiert. Um neue Initiativen einzutragen, oder um den Abschluss einer Initiative zu melden, wenden Sie sich bitte an: sina.plettenberg@zv.uni-freiburg.de

Angebote des Studierendenwerks Freiburg (SWFR)

Das SWFR ist für die soziale Betreuung der Studierenden in der Hochschulregion Freiburg zuständig. Auch studieninteressierte Geflüchtete können sich in sozialen, gesundheitlichen oder finanziellen Fragen an eine der Beratungsstellen des SWFR wenden oder sich direkt auf der Website zum Thema Studium für Geflüchtete informieren.